Milium effusum

Milium_effusum_flattergras Name Flattergras
Botanischer Name: Milium effusum
Familie Poaceae
Pflanzen pro qm 8.00
Wikipedia Milium effusum
Verbreitungskarte Verbreitungskarte
Sorten

Aureum

Beschreibung

Naturstandort

Milium effusum ist mit einigen Verbreitungslücken auf der gesamten Nordhalbkugel verbreitet. In Europa fehlt es nur in Portugal, in Teilen des Balkans und in Griechenland.

In Mitteleuropa ist das Flattergras eine Charakterart der Buchenwälder und kommt flächendeckend von den Tiefebenen bis in die alpine Stufe vor.

Es wächst auf mäßig stickstoffreichen, frischen und tendenziell basenärmeren Böden in schattigen bis licht halbschattigen Lagen. 

Oft ist sie in dominanten Beständen an vom Wind etwas ausgehagerten Buchen-Waldrändern zu finden.

Beschreibung

Das Waldflattergras bildet bis zu 60 cm hohe, sommergrüne  Horste mit bogig überhängenden, sich überlappenden Blättern aus.

Die lockeren Blüten-Ähren im Mai/Juni sind eher unauffällig, die Samenstände ragen aber straff aufrecht bis zu 100 cm in die Höhe. Sie entfalten aber auch keine nennenswerte und auch keine ausdauernde Zierwirkung.

Verwendungshinweise

Milium effusum ist mit seinem bogig überhängenden Laub und dem frischen, leicht ins gelbliche tendierenden Grünton ein durchaus eleganter Anblick. Flüchtigen Blickes könnte man es sogar mit dem in repräsentativen Anlagen gerne eingesetzten Japan-Zwergbambus (Hakonechloa macra) verwechseln.   

Würde es sich nicht so leidenschaftlich versamen, wäre es sicher eines der verwendungwürdigeren heimischen Waldgräser. So muss man abwägen, ob man sich die jährliche Beseitigung der Sämlinge aus den angrenzenden Pflanzflächen und auch Pflasterfugen zumuten möchte.

Idealerweise verwendet man die Art in Reinbeständen als Matrix für höhere Waldstauden wie Nesselblättrige Glockenblume oder Türkenbund-Lilie. In kleineren Flächen ist sie am überzeugendsten, wenn sie etwas lockerer gesetzt wird, so dass die einzelnen Horste sich noch abzeichnen. Besonders schön kommt sie dann an Hangflächen zur Wirkung.

In großen Flächen erzeugt auch ein dichter Bestand sehr kontemplative Szenerien.

Kombinationen mit wintergrünen Gräsern wie z.B. der Wald-Segge überzeugen meist nicht, sie neigen zum unkontrollierten Ineinanderwachsen und "Verfilzen".

Kultur

Die Art neigt zu ausgeprägter Selbstaussaat und kann innerhalb weniger Jahre große Flächen beanspruchen. In Verbindung mit konkurrenzstarken Waldstauden lässt sich dies aber tolerieren. Außerdem sind die Samen schwer und der Ausbreitungsradius eingeschränkt. Dennoch erscheint das Flattergras früher oder später im gesamten Garten.

Niedrige Frühlingsgeophyten kommen unter den Flattergras-Beständen nur zur Geltung, wenn sie sehr früh, d.h. vor dem Austrieb des Flattergrases blühen. In schattigen Situationen besteht allerdings die Gefahr, dass die Geophyten mit der Zeit ausdunkeln. 

Mit der Großen Sternmiere z.B. ist eine Kombination gut möglich, der 14 Tage später erblühende, niedrigere Waldmeister wird dagegen meist schon vom Flattergras verdeckt.

Sollen größere Flächen entwickelt werden, gelingt dies zuverlässig aus Saatgut.

Sorten:

  • Aureum: gelblich-grünes Laub, leuchtend gelber Austrieb

Bilder





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Aureum


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Attribute

Lebensform Stauden/Gräser/Farne Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
Staude
Gras
horstartig
60-100 cm Höhe
grün
gelblich-grün
Juni
grün
hellgrün
gelblich
Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche
ungiftig
unbedeutend
mäßig trocken
frisch
sommertrocken
feucht
sonnig
halbschattig
sommerlich schattig
absonnig
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
kalkarm, leicht sauer
kalkfrei, sauer
durchlässiger Lehm
Lehm
humos
poröser Schotter
starker Wurzeldruck
kalk-/basenreich
Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Wälder
mittlere Böden
reiche Böden
sehr reiche Böden
sehr wintermilde Lage
Normal- bis winterrauhe Lage
frostarme Lage
ausgeprägte Warmlage
luftfeuchte und/oder kühle Lagen
gemäßigte Klimate
wintermilde Lage
Warmlagen
Europa
Ozeanischer Verbreitungsschwerpunkt
Tiefland
Mittelgebirge (montan)
alpin
Nordeuropa
Mitteleuropa
Südeuropa
Süd-Osteuropa
Osteuropa/Kaukasus
Hügelland (collin)
Asien
Ostasien/China/Mandschurei
Japan/Korea/Sachalin/Taiwan
Sibirien
Zentral-Asien
Kleinasien
Vord. Orient
Amerika
Nordamerika
befriedigend
Sehr gering
Gruppen-Verbands-Pflanze
strukturbildende Matrixpflanze
verträglich
Laubwälder
Buchenwälder
Moderbuchenwälder
Flattergrasbuchenwälder
Mull-Buchenwälder
Montane Buchenwälder
Eichenwälder
Bodensauere Eichenmischwälder
Einsatzbereich Handelsgängigkeit Belaubung Lebensbereich
Asiatisch-Exotischer Garten
Mediterraner Garten
Repräsentative Gärten
Waldgarten
öffentliches Grün
Grünanlagen geringer Pflegestufe
Grünanlagen hoher Pflegestufe
Nebensortiment
sommergrün
Gehölz/Wald
Gehölzrand/Staudenfluren