Leontopodium alpinum (Leontopodium nivale)

Leontopodium_alpinum_alpen-edelwei%c3%9f_11 Name Alpen-Edelweiß
Botanischer Name: Leontopodium alpinum (Leontopodium nivale)
Familie Asteraceae, Korbblütler
Pflanzen pro qm 20.00
Wikipedia Leontopodium alpinum (Leontopodium nivale)
Verbreitungskarte Verbreitungskarte

Beschreibung

Naturstandort

Das Alpen-Edelweiß (Leontopodium alpinum) kommt in den Alpen und den Pyrenäen von der hochmontanen bis zur hochalpingen Stufe in gehölzfreien, (voll-)sonnigen Alpenmatten und Felsrasen vor. Daneben gibt es auch Vorkommen in den Hochlagen der Sudeten und der Karpaten sowie des gesamten Balkans.

Das Alpen-Edelweiß wächst auf stark basenreichen, mäßig trockenen bis feuchten und ausgesprochen stickstoffarmen Substraten.

Es ist eine Charakterart der Blaugras-Horstseggenhalden auf feinerdereicheren, selten länger austrocknenden Kalkgesteinsböden.

Es kommt zudem regelmäßig in alpinen Rasen auf Rohumusdecken über Kalkgestein vor. Auf reinen Felsstandorten gedeiht das Alpen-Ederweiß dagegen nicht.

Ökologische Zeigerwerte nach ELLENBERG (1992)
Licht (8)  Temperatur (2)  Kontinentalität (5)  Feuchte (4)  Reaktion (8)  Stickstoff (2)

Gut entwickeltes Exemplar in einem Tiefland-Alpinarium:



Beschreibung

Die wintergrüne Leontopodium alpinum bildet zunächst flache, kaum 15 cm hohe Horste aus grau-filzig behaarten Blättern. An geeigneten Standorten entwickelt sich die Art später auch teppichartig in die Breite.

Die silbrig-weißen Hochblätter der Blütenstädne erscheinen ab Juni und sind bis in den August hinein form- und farbstabil.

Verwendungshinweise

Das Alpen-Edelweiß ist als etwas klischeebehaftetes Symbol der Alpenflora eine Liebhaberpflanze für kleinere, intensiv gärtnerisch betreute Kalkstein-Alpinarien.

Kultur

Die Art ist ausgesprochen lichthungrig, gleichzeitig leidet ihre Vitalität aber an Warmstandorten. Sie ist zudem auf stickstoffarme, selten austrocknende Böden angewiesen.

Die konkurrenzschwache Art ist entsprechend nur mit sehr hohem Pflegeaufwand vor der Verdrängung durch Wildkräuter zu bewahren.

Bilder





Leontopodium_alpinum_alpen-edelwei%c3%9f_11


Leontopodium_alpinum_--_alpen-edelwei%c3%9f_%283%29


10716-2


2201-1

Attribute

Lebensform Stauden/Gräser/Farne Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
Staude
Blütenstauden/-Kräuter
horstartig
bis 15 cm Höhe
weiß
Juni
Juli
silbrig
Zierwert Frucht Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche
zierend/strukturstark
ungiftig
unbedeutend
frisch
gut drainiert
vollsonnig
sonnig
Bodenansprüche Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN
stark kalk-/basenreich
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
durchlässiger Lehm
humos
poröser Schotter
kalk-/basenreich
sehr arme Böden
arme Böden
sehr wintermilde Lage
Normal- bis winterrauhe Lage
luftfeuchte und/oder kühle Lagen
gemäßigte Klimate
wintermilde Lage
Europa
Mittelgebirge (montan)
alpin
Mitteleuropa
Liebhaberpflanze
Sehr hoch
strukturbildender Gruppen-Solitär
Gruppen-Verbands-Pflanze
verträglich
konkurrenzschwach
Alpine Schuttfluren/Blockhalden Einsatzbereich Handelsgängigkeit Belaubung Lebensbereich
Kalk
Terrassen-/Balkongarten
Steingarten/Alpinum
für Pflanzgefäße geeignet
Hauptsortiment
winter-/immergrün
Alpinum