Laburnum anagyroides

2143-4 Name Gemeiner Goldregen
Botanischer Name: Laburnum anagyroides
Familie Fabaceae
Pflanzen pro qm 0.50
Wikipedia Laburnum anagyroides
Verbreitungskarte Verbreitungskarte
Sorten

Aureum, Autumnale, Pendulum, Quercifolium

Beschreibung

Naturstandort

Laburnum anagyroides stammt ursprünglich aus collinen bis submontanen Gebirgsregionen südlich der Alpen und der Balkanregion. In Deutschland ist die Art nicht heimisch, ist aber neophytisch eingebürgert in weiten Teilen Mittel- und Süddeutschlands.

Sie bevorzugt sonnige bis halbschattige, stickstoffärmere, trocken-durchlässige Kalkschotter-Böden in wärmebegünstigten Lagen.

Der Gemeine Goldregen hat den Status einer Charakterart für die von der Flaumeiche geprägten Buschwälder auf südexponierten Felshängen an der Trockengrenze des Waldes erreicht.

Beschreibung

Der Gemein Goldregen ist ein bis 7 m hoher und 4 m breiter, sommergrüner Großstrauch oder Kleinbaum. Die bekannten gold-gelben Blütenrispen erscheinen von Mai bis Juni.

Die Art ist in allen Pflanzenteilen sehr giftig und kann zu Lähmungserscheinungen und Atemstillstand führen.

 Verwendungshinweise

Laburnum anagyroides ist in den Privatgärten der Welt ein beliebter, zur Blütezeit sehr prägender Blütenstrauch mit doch eher gewöhnlicher Ausstrahlung. Die robuste, anspruchslose Art ist mit Vorsicht einzusetzen und hat zumindest als Strauchform nur Liebhaberwert in pflegeleichten öffentlichen und halböffentlichen Grünanlagen und als traditionelles Blütengehölz in Bauerngärten.

Alte Hochstamm-Exemplare entwickeln durch den zunehmend malerischen Wuchs als Solitäre in Verbindung mit historischer Bausubstanz durchaus einen gewissen Charme. Das plakative Gelb zur Blütezeit ist allerdings ein oft schwierig zu integrierender Farbeffekt. Die beiden anderen im Handel befindlichen Goldregen-Arten L. alpinum und L. x waterii werden nur selten als Hochstämme angeboten.

Kultur

Die Art bevorzugt leichtere Böden oder durchlässige, basenreiche  Lehmböden und ist sehr trockenheitsresistent und pflegeleicht. Vor winterlichen Tiefsttemperaturen geschützte Standorte steigern die Vitalität.

Sorten:

  • Aureum: schwachwüchsig (4/3 m hoch/breit), gelblich-grünes, später vergrünendes Laub
  • Autumnale: wie die Art, aber zweiter Blütenflor im Oktober
  • Pendulum: schwachwüchsig (4/3 m hoch/breit), Seitenäste bogig überhängend
  • Quercifolium: schwachwüchsig (4/3 m hoch/breit), gelappte Blätter

Bilder





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Attribute

Lebensform Sträucher/Bäume Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
Strauch
Normalstrauch
Großstrauch
Baum
Kleinbäume
hängend
gelb
Mai
Juni
grün
dunkel-grün
gelblich
zierende Herbstfärbung
Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche
tödlich
vorhanden
mäßig trocken
frisch
gut drainiert
sommertrocken
vollsonnig
sonnig
halbschattig
stark kalk-/basenreich
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
(lehmiger/humoser) Sand
durchlässiger Lehm
humos
poröser Schotter
starker Wurzeldruck
kalk-/basenreich
Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Einsatzbereich
arme Böden
mittlere Böden
reiche Böden
hitzeanfällige Lage
gemäßigte Klimate
wintermilde Lage
Warmlagen
Europa
Mittelgebirge (montan)
Südeuropa
Süd-Osteuropa
mediterraner Schwerpunkt
befriedigend
Sehr gering
strukturbildender Solitär
Bauerngarten
Repräsentative Gärten
öffentliches Grün
Straßenbegleitgrün
Grünanlagen geringer Pflegestufe
Grünanlagen hoher Pflegestufe
Handelsgängigkeit Belaubung Lebensbereich
Hauptsortiment
sommergrün
Felssteppen
Gehölzrand/Staudenfluren