Juniperus communis

11390_juniperus_communis Name Gemeiner Wacholder
Botanischer Name: Juniperus communis
Familie Cupressaceae
Pflanzen pro qm 3.00
Wikipedia Juniperus communis
Verbreitungskarte Verbreitungskarte
Sorten

Arnold, Barmstedt, Bruns Wildform, Compressa, Depressa Aurea, Gold Cone, Golden Carpet, Green Carpet, Hibernica, Hornibrookii, Meyer, Oblonga Pendula, Pendula, Repanda, Sentinel, Suecica

Beschreibung

Naturstandort

Juniperus communis ist in verschiedenen Unterarten nahezu weltweit verbreitet.

In Mitteleuropa besiedelt er von den Tiefebenen bis in die alpine Stufe trocken-warme, sonnenexponierte Berberitzen-Gebüsche, lichte Stellen in Flaumeichen-Wäldern und montanen Schneeheide-Wäldern. Da es vom Vieh nicht verbissen wird, entstehen auf Grenzstandorten teilweise ausgedehnte Wacholder-Heiden.

Der Gemeine Wachholder stellt bezüglich der Standorteigenschaften eigentlich kaum Ansprüche, er gedeiht sowohl auf kalkreichen wie sauren, stickstoffreichen wie sticktsoffarmen Substraten, erträgt große Trockenheit bis gut wasserversorgte Böden.

Als langsam wachsenes, lichthungriges Gehölz wird es am Naturstandort allerdings auf trockene, stickstoffarme Ungunstlagen verdrängt.

Beschreibung

Juniperus communis ist ein formenreiches, immergrünes Nadelgehölz, dass sowohl als Großstrauch, kleiner Baum mit kurzem Stamm oder auch niederliegend breitwüchsig natürlich vorkommt.

Die Baumform erreicht Höhen von bis zu 15 m bei einer Breite von 3 bis 4 m. Die Strauchform wächst meist mehrstämmig straff aufrecht bis 5 m hoch.

Das Laub ist grau-blau-grün, die unscheinbaren Blüten erscheinen im April/Mai.

Verwendungshinweise

Der Gemeine Wacholder gehört zu den beliebtesten Nadelgehölzen und wird in vielfältigen Situationen verwendet. Es gibt zahlreiche Zuchtformen mit farbigem Laub oder kriechendem Wuchs, die allesamt nur Liebhaberwert haben.

Auch die blau-grüne Säulenform ist außerhalb von großräumigen Heideanlagen nur mit großer Vorsicht einzusetzen. Für große Heidegärten ist die botanische Säulenform dagegen eine unverzichtbare Bereicherung.

Man kann auch erwägen, den Gemeinen Wacholder in großen mediterranen Gärten als nicht ganz stilechten "Zypressen-Ersatz" zu verwenden. Unter Umständen können auch in vollsonnigen, warmen Innenhöfen mit einem Wacholder-Solitär in Kombination mit Kalkfelsen/-Schotter schöne Effekte erzielt werden.

Vermeiden sollte man aber einen Einsatz in verschatteten Lagen, da hier der Friedhofscharakter schnell in den Vordergrund tritt.

Sorten:

Säulenformen

  • Arnold: Säulenform, 5/1,0 m hoch/breit, blau-grünes Laub
  • Barmstedt: Säulenform, 3/0,5 m hoch/breit, blau-grünes Laub
  • Bruns Wildform: Säulenform, 5/1,2 m hoch/breit, blau-grünes Laub
  • Compressa: Zwerg-Säulenform, 1,5/,04 m hoch/breit, dunkel-grünes Laub
  • Gold Cone : Säulenform, 4/1,0 m hoch/breit, gold-gelbes Laub
  • Hibernica: Säulenform, 5/1,5 m hoch/breit, blau-grünes Laub
  • Meyer: Säulenform, 5/1,5 m hoch/breit, blau-grünes Laub
  • Oblonga Pendula: bogig überhängende Triebe, hängende Zweige, 5/3,0 m hoch/breit, grünes Laub
  • Pendula: bogig überhängende Triebe, hängende Zweige, 6/3,0 m hoch/breit, dunkel-grünes Laub
  • Sentinel: Säulenform, 4/0,5 m hoch/breit, blau-grünes Laub
  • Suecica: Säulenform, 8/1,5 m hoch/breit, blau-grünes Laub

Kriechformen
  • Depressa Aurea: breitwüchsig, 0,8/2,5 m hoch/breit, blau-grünes Laub
  • Golden Carpet: Kriechform, 0,3/1,5 m hoch/breit, gelblich-grünes Laub
  • Green Carpet: Kriechform, 0,3/1,5 m hoch/breit, grünes Laub
  • Hornibrookii: Kriechform, 0,5/2,5 m hoch/breit, grünes Laub
  • Repanda: Kriechform, 0,5/2 m hoch/breit, dunkel-grünes Laub

Bilder





11390_juniperus_communis


2098-1
Naturstandort


2097-2
Naturstandort


2099-1
[Pendula]


2101-1
Repanda

Attribute

Lebensform Sträucher/Bäume Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
Strauch
Klein-Strauch
Normalstrauch
Großstrauch
Baum
Kleinbäume
niederliegend/kriechend
säulenartig
hängend
gelblich-grün
gelb
April
Mai
grün
hellgrün
dunkel-grün
blau-grün
gelblich
Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche
ungiftig
Heil-/Gewürzpflanze
unbedeutend
trocken
mäßig trocken
frisch
gut drainiert
sommertrocken
vollsonnig
sonnig
stark kalk-/basenreich
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
kalkarm, leicht sauer
kalkfrei, sauer
(lehmiger/humoser) Sand
durchlässiger Lehm
Lehm
humos
poröser Schotter
starker Wurzeldruck
kalk-/basenreich
stark sauer
Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Trockenrasen
sehr arme Böden
arme Böden
mittlere Böden
reiche Böden
Normal- bis winterrauhe Lage
hitzeanfällige Lage
gemäßigte Klimate
Europa
Tiefland
Mittelgebirge (montan)
alpin
Nordeuropa
Mitteleuropa
Südeuropa
Süd-Osteuropa
Osteuropa/Kaukasus
Hügelland (collin)
Asien
Ostasien/China/Mandschurei
Japan/Korea/Sachalin/Taiwan
Sibirien
Zentral-Asien
Kleinasien
Vord. Orient
Afrika
Nordafrika
Südafrika
Amerika
Nordamerika
Mittelamerika
befriedigend
Sehr gering
strukturbildender Solitär
strukturbildender Gruppen-Solitär
verträglich
Sandtrockenrasen
Steppenrasen
Bodensaure Borstgrasrasen
Submediterrane Halbtrockenrasen
Alpine Schuttfluren/Blockhalden Zwergstrauchheiden und Nadelgebüsche Gebüsche Wälder Einsatzbereich
Silikat
Kalk
Trockene Sandheiden
Bergheiden
Besenginsterheiden
Wacholdergebüsche
Wärmeliebende Trocken-Gebüsche
Eichenwälder
Steppen-Eichenwälder
Felshang Traubeneichenwälder
Subkont. Kiefern-Eichenwälder
Nadelwälder
Sand-Kiefernwälder
Kiefer-Steppenwälder
Schneeheide-Kiefernwälder, kalkreich
Bauerngarten
Mediterraner Garten
Terrassen-/Balkongarten
Repräsentative Gärten
Heidegarten
Steppenpflanzung
für Pflanzgefäße geeignet
Klostergarten
öffentliches Grün
Straßenbegleitgrün
Grünanlagen geringer Pflegestufe
Grünanlagen hoher Pflegestufe
Handelsgängigkeit Belaubung Lebensbereich
Hauptsortiment
winter-/immergrün
Gehölz/Wald
Alpinum
Felssteppen
Steppen
Heiden
Gehölzrand/Staudenfluren