Juncus inflexus

2095-1 Name Blaugrüne Binse
Botanischer Name: Juncus inflexus
Familie Juncaceae
Pflanzen pro qm 6.00
Wikipedia Juncus inflexus
Verbreitungskarte Verbreitungskarte

Beschreibung

Naturstandort

Juncus inflexus ist in ganz Europa, im Norden und Süden Afrikas sowie im gemäßigten Asien verbreitet. In Mitteleruopa kommt sie von den Tiefebenen bis in die alpine Höhenstufe vor.

Sie besiedelt hier die feuchten oder stark wechselfeuchten, basenreichen und mäßig stickstoffreichen Feuchtrasen.

Die Graugrüne Binse ist in der collinen bis montanen Stufe eine Charakterart der Rossminze-Blaubinsen-Gesellschaft auf sickerfeuchten Weiden und beweideten Bachläufen auf lehmigen bis tonigen Böden.

Häufig ist sie auch in Überschwemmungsbereichen von Fließgewässern oder Stillgewässern mit stark schwankendem Wasserspiegel auf basenreichen Standorten.

Juncus inflexus stellt mithin das Pendant zu Juncus effusus (Flatter-Binse) dar, die saure Substrate bevorzugt.

Beschreibung

Juncus inflexus bildet bis 80 cm, selten auch über 100 cm hohe Horste aus straff aufrechtem, stilrundem und spitz auslaufendem Laub.  Die Sommerfärbung ist blau-grün.

Das Laub stirbt im Herbst mitunter nur bis zur Hälfte ab und bleibt als grau-braunes Horst über den Winter strukturstabil. Im Frühling dauert es daher oft eine Weile, bis das frische Laub die optische Oberhand gewinnt.

Abhilfe schafft ein tiefer Rückschnitt nach dem Winter. Die Blüte im Juni/Juli/August ist unbedeutend.

Verwendungshinweise

Die Blaugrüne Binse ist weniger verbreitet und gewöhnlich wie die Flatterbinse und durch das blau-graue Laub bringt sie einen interessanten Farbton in Sumpfbeet, Gewässerrand oder Nasswiese.

Durch die durchaus ansprechende Winterstruktur ist die Art auch eine geeignete Matrixpflanze, die gut mit mittelhohen Sumpfstauden kombiniert werden kann.

Kultur

Auf feuchten Standorten ist die Art ohne gärtnerische Unterstützung problemlos zu kultivieren, kurze Trockenphasen schaden ihr nicht.

Juncus inflexus ist allerdings ausgesprochen lichtliebend, Verschattung durch aufkommende Gehölze oder sehr dominante Hochstauden verträgt sie schlechter als die Flatter-Binse.

Bilder





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Attribute

Lebensform Stauden/Gräser/Farne Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
Staude
Gras
horstartig
60-100 cm Höhe
bräunlich/schwarz
Juni
Juli
August
blau-grün
Zierwert Frucht Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche
zierend/strukturstark
ungiftig
unbedeutend
frisch
wechselfeucht
nass
feucht
vollsonnig
sonnig
Bodenansprüche Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN
stark kalk-/basenreich
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
kalkarm, leicht sauer
salzhaltig
(lehmiger/humoser) Sand
durchlässiger Lehm
Lehm
Ton
humos
kalk-/basenreich
arme Böden
mittlere Böden
reiche Böden
sehr wintermilde Lage
Normal- bis winterrauhe Lage
frostarme Lage
ausgeprägte Warmlage
luftfeuchte und/oder kühle Lagen
gemäßigte Klimate
subtropische Klimate
wintermilde Lage
Warmlagen
Europa
Tiefland
Mittelgebirge (montan)
alpin
Nordeuropa
Mitteleuropa
Südeuropa
Süd-Osteuropa
Osteuropa/Kaukasus
Hügelland (collin)
Asien
Sibirien
Zentral-Asien
Kleinasien
Afrika
Nordafrika
Südafrika
gut
Sehr gering
Gruppen-Verbands-Pflanze
strukturbildende Matrixpflanze
Gewässer/Gewässerrand Moore und Sümpfe Wiesen Einsatzbereich Handelsgängigkeit
Stillgewässer
Kalkreich
Mesotroph
Fliessgewässer
Quellfluren
Bäche
Flüsse
Großseggenriede
Kleinseggenriede
Nasswiesen
Feuchtwiesen
Repräsentative Gärten
Wassergarten
Wiese
Hauptsortiment
Belaubung Lebensbereich
sommergrün
wintergrün
winter-/immergrün
Wasserrand/Sumpf
Wiesen