Juncus effusus

Juncus_effusus Name Flatter-Binse
Botanischer Name: Juncus effusus
Familie Juncaceae
Pflanzen pro qm 6.00
Wikipedia Juncus effusus
Verbreitungskarte Verbreitungskarte
Sorten

Spiralis

Beschreibung

Naturstandort

Juncus effusus ist auf der Nordhalbkugel weltweit flächendeckend verbreitet, auf der Südhalbkugel nur zerstreut. In tropischen Regionen besiedelt sie vorrangig die Höhenlagen.

In Mitteleuropa ist die ausbreitungsstarke Art (Versamung) von den Tieflagen bis in die alpine Stufe sehr häufig in allen besonnten, feuchten bis nassen, nicht zu stickstoffreichen und sauren Stellen anzutreffen. Oft sind dies durch Viehtritt oder Fahrzeuge gestörte Standorte, die Juncus effusus pionierartig besiedelt.

Sie  ist eine Charakterart der Flatterbinsen-Gesellschaften, die v.a. als beweidete Ersatzgesellschaften auf Erlenbruch- und grundwasserbeeinflussten Eichen-Hainbuchenwäldern entstehen.

Häufig ist die Flatter-Binse auch in zeitweilig überschwemten Flutrasen, Pfeifengraswiesen auf Niedermoorstandorten und sickerfeuchten Tollkirschen-Kahlschlagsfluren der Mittelgebirge

anzutreffen.

Beschreibung

Juncus effusus bildet bis 80 cm, auf stickstoffreicheren Standorten auch bis 120 cm hohe, straff aufrechte Horste aus stilrunden, sich spitz verjüngenden Laub.

Die unbedeutende Blütezeit erstreckt sich von Juni bis August. Das Laub stirbt im Herbst ab, bleibt aber als braunes Horst über Winter strukturstabil.

Verwendungshinweise

Die Flatterbinse ist eine etwas gewöhnlicher Störstellenzeiger. Sie sollte daher nur ergänzend verwendet werden.

Sie kommt v.a. an gering gepflegten Gewässerufern und in naturhaften Feuchtwiesen als anspruchslose Ergänzungspflanze in Frage.

Kultur

Juncus effusus ist auf feuchten Standorten weitgehend pflegefrei zu kultivieren, kurze Trockenphasen schaden ihr nicht und auch leichte Verschattung erträgt sie problemlos.

V.a. auf wechselfeuchten Böden stellt sie sich mit erstaunlicher Zuverlässigkeit von selbst ein.

Sorten:

  • Spiralis: bis 20 cm hoch, korkenzieherartige Stängel, bizarre Form für minimlistische Gestaltungsansätze und Pflanzgefäße

Bilder





Juncus_effusus


Juncus_effusus
Winterstruktur


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Attribute

Lebensform Stauden/Gräser/Farne Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
Staude
Gras
horstartig
60-100 cm Höhe
bräunlich/schwarz
Juni
Juli
August
grün
dunkel-grün
Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche
ungiftig
unbedeutend
frisch
wechselfeucht
nass
feucht
vollsonnig
sonnig
halbschattig
kalkarm, leicht sauer
kalkfrei, sauer
(lehmiger/humoser) Sand
durchlässiger Lehm
Lehm
Ton
organische Böden
poröser Schotter
stark sauer
Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Gewässer/Gewässerrand
arme Böden
mittlere Böden
Normal- bis winterrauhe Lage
gemäßigte Klimate
Europa
Tiefland
Mittelgebirge (montan)
alpin
Nordeuropa
Mitteleuropa
Südeuropa
Süd-Osteuropa
Osteuropa/Kaukasus
Hügelland (collin)
Asien
Ostasien/China/Mandschurei
Japan/Korea/Sachalin/Taiwan
Sibirien
Zentral-Asien
Kleinasien
Vord. Orient
Afrika
Nordafrika
Südafrika
Zentralafrika
Amerika
Nordamerika
Südamerika
Mittelamerika
befriedigend
Sehr gering
Gruppen-Verbands-Pflanze
strukturbildende Matrixpflanze
verträglich
Stillgewässer
Mesotroph
Moorgewässer
Quellfluren
Bäche
Flüsse
Moore und Sümpfe Wiesen Staudenfluren Zwergstrauchheiden und Nadelgebüsche Gebüsche
Niedermoore
Großseggenriede
Kleinseggenriede
Nasswiesen
Feuchtwiesen
Hochstaudenfluren feuchter bis nasser Standorte
Feucht- und Moorheiden
Feuchtgebüsche
Grauweidengebüsche
Wälder Einsatzbereich Handelsgängigkeit Belaubung Lebensbereich
Feuchtwälder
Erlenbruchwälder
Auwälder
Terrassen-/Balkongarten
Wassergarten
für Pflanzgefäße geeignet
Wiese
Hauptsortiment
sommergrün
Wasserrand/Sumpf
Wiesen
Gehölzrand/Staudenfluren