Isatis tinctoria

2064-1 Name Färber-Waid
Botanischer Name: Isatis tinctoria
Familie Kreuzblütengewächse
Pflanzen pro qm 8.00
Wikipedia Isatis tinctoria
Verbreitungskarte Verbreitungskarte

Beschreibung

Naturstandort

Isatis tinctoria stammt ursprünglich aus den westasiatischen Steppengebieten. Als Färber-Waid wird sie jedoch in Mitteleuropa seit Jahrhunderten kultiviert und ist in Mittel- und Süddeutschland v.a. auf trocken-warmen, stickstoffärmeren und basenreichen Schotter- und Rohbodenstandorten archäophytisch eingebürgert.

Isatis tinctoria ist in Süd-Deutschland eine Charakterart der basenreichen Steinklee-Natternkopf-Gesellschaften auf (voll-)sonnigen Stein- und Schotter-Rohböden.

Sie kommt zudem in an Kahlstellen reichen Steppenrasen, Kalkschuttfluren und ruderalen Pionier-Halbtrockenrasen vor.

Die Substrate sind arm bis maximal mäßig stickstoffreich und mäßig trocken mit ausgeprägter Sommertrockenheit.

Beschreibung

Der Färber-Waid ist eine zweijährige Pflanze, die im ersten Standjahr eine grundständige Rosette ausbildet, die im zweiten Jahr einen bis zu 120 cm hoher Blütenstängel mit einer gelben "Blütenwolke" hervorbringt.

Verwendungshinweise

Isatis tinctoria hat einen leichten Hang zum "Unkraut-Habitus" bzw. erinnert an Raps und kann daher nur von Kennern geschätzt werden.

Aufgrund ihrer historischen Bedeutung als Färberpflanze (Gewinnung des Indigo-Farbstoffes) kann sie in Kloster- und Bauerngärten Berücksichtigung finden, auch hier muss aber gewährleistet werden, dass die Pflanzflächen aussaatfähig bleiben.

Kultur

Der Färber-Waid ist als Zweijährige nur schwer dauerhaft zu halten. Sie samt sich zwar willig aus, jedoch benötigt sie dazu freie Mineralbodenstellen, die in Mitteleuropa sehr schnell zuwachsen.

Bilder





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Attribute

Lebensform Stauden/Gräser/Farne Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
zweijährig
Staude
Blütenstauden/-Kräuter
horstartig
100-150 cm Höhe
gelb
Mai
Juni
Juli
blau-grün
Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche
ungiftig
Heil-/Gewürzpflanze
unbedeutend
mäßig trocken
frisch
gut drainiert
sommertrocken
vollsonnig
sonnig
stark kalk-/basenreich
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
(lehmiger/humoser) Sand
durchlässiger Lehm
poröser Schotter
kalk-/basenreich
Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Trockenrasen
sehr arme Böden
arme Böden
mittlere Böden
frostfreie Lage
sehr wintermilde Lage
Normal- bis winterrauhe Lage
frostarme Lage
ausgeprägte Warmlage
hitzeanfällige Lage
wintermilde Lage
Warmlagen
Europa
Kontinentaler Verbreitungsschwerpunkt
Tiefland
Mittelgebirge (montan)
Mitteleuropa
Südeuropa
Süd-Osteuropa
mediterraner Schwerpunkt
Hügelland (collin)
Asien
Zentral-Asien
Kleinasien
befriedigend
Hoch
Gruppen-Verbands-Pflanze
verträglich
Sandtrockenrasen
Steppenrasen
Submediterrane Halbtrockenrasen
Alpine Schuttfluren/Blockhalden Staudenfluren Einsatzbereich Handelsgängigkeit Belaubung
Kalk
Staudenfluren trockenwarmer Standorte
Bauerngarten
Mediterraner Garten
Steppenpflanzung
Klostergarten
Hauptsortiment
sommergrün
Lebensbereich
Felssteppen
Steppen
Gehölzrand/Staudenfluren