Iris x germanica

2050-1 Name Deutsche Schwertlilie
Botanischer Name: Iris x germanica
Familie Iridaceae
Pflanzen pro qm 6.00
Wikipedia Iris x germanica
Verbreitungskarte Verbreitungskarte

Beschreibung

Naturstandort

Iris x germanica ist der Gruppe der Iris-Barbataa-Eliator-Hybriden zugeordnet, wird hier wegen ihrer Bedeutung als Archeophyt und historische Gartenpflanze mit hohem Symbolwert aber gesondert gewürdigt.  Die Elternarten stammen aus Südosteuropa.

Iris x germanica ist in den mittel- und süddeutschen Wärmegebieten seit Jahrhunderten eingebürgert. Sie kommt hier in trockenwarmen, stickstoffarmen und sonnigen Blutstorchsschnabel-Säumen sowie basen- und skelettreichen Trocken- und Magerrasen vor.

Beschreibung

Iris x germanica wird je nach Standort zwischen 40 und 80 cm hoch. Charakteristisch sind die blau-grünen  Schwertblätter und die komplexen Blüten, die im Juni in einem Blau-Violett erscheinen.

Die Blätter entspringen aus einer langsam oberirdisch kriechenden Wurzelknolle. Die Deutsche Schwertlilie  bildet so im Laufe der Zeit imposante Horste.

In wintermilden Regionen oder milden Wintern kann das Laub auch grün überwintern.

Verwendungshinweise

Iris x germanica spielt von der Antike bis zum ausgehenden Mittelalter eine symbolträchtige und mystische Rolle. Sie gehört zu den Pflanzen, die trotz ihrer großen Beliebtheit in Gärten aller Art gerade in traditionellen Gärten ihren festen Platz haben sollten.

So ist sie für Bauerngärten und in Rabatten historischer Ensembles immer eine gute Wahl. Mit ihr können auch in Felssteppenanlagen oder vor trocken-warmen Gehölzrändern schöne Effekte in naturnahen Anlagen erzielt werden, wobei hier die Wildart Iris pallida eine vielleicht noch bessere Alternative wäre.

Kultur

Die Deutsche Schwertlilie ist sehr robust und langlebig, verzeiht fast jeden Kulturfehler und lässt sich auch von Wildkräutern nicht ernsthaft bedrängen.

Lediglich Staunässe, zumal winterliche, macht der Art zu schaffen und kann zu Ausfällen führen.

Den natürlichsten Habitus erreicht die Deutsche Schwertlilie auf stickstoffarmen, trocken-warmen, feinerdereichen Kalk-Schotterböden in vollsonnigen Lagen.

Bilder





2050-1

Attribute

Lebensform Stauden/Gräser/Farne Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
Staude
Blütenstauden/-Kräuter
horstartig
30-60 cm Höhe
60-100 cm Höhe
violett
blau
Juni
blau-grün
Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche Nährstoffversorgung (N + P)
vorhanden
trocken
mäßig trocken
gut drainiert
sommertrocken
vollsonnig
sonnig
stark kalk-/basenreich
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
(lehmiger/humoser) Sand
durchlässiger Lehm
poröser Schotter
starker Wurzeldruck
kalk-/basenreich
arme Böden
mittlere Böden
Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Trockenrasen Staudenfluren
sehr wintermilde Lage
Normal- bis winterrauhe Lage
frostarme Lage
hitzeanfällige Lage
gemäßigte Klimate
wintermilde Lage
Warmlagen
Europa
Ozeanischer Verbreitungsschwerpunkt
Mittelgebirge (montan)
Mitteleuropa
Südeuropa
Süd-Osteuropa
mediterraner Schwerpunkt
Hügelland (collin)
sehr gut
Gering
Gruppen-Verbands-Pflanze
verträglich
Steppenrasen
Submediterrane Halbtrockenrasen
Staudenfluren trockenwarmer Standorte
Gebüsche Einsatzbereich Handelsgängigkeit Belaubung Lebensbereich
Wärmeliebende Trocken-Gebüsche
Bauerngarten
Repräsentative Gärten
Steppenpflanzung
für Pflanzgefäße geeignet
Klostergarten
öffentliches Grün
Grünanlagen geringer Pflegestufe
Grünanlagen hoher Pflegestufe
Rabatte
Hauptsortiment
sommergrün
wintergrün
winter-/immergrün
Felssteppen
Steppen
Gehölzrand/Staudenfluren