Helleborus niger

Helleborus_niger_christrose Name Christrose, Schneerose
Botanischer Name: Helleborus niger
Familie Ranunculaceae
Pflanzen pro qm 6.00
Wikipedia Helleborus niger
Verbreitungskarte Verbreitungskarte
Sorten

HGC Jonas, HGC Josef Lemper, Praecox

Beschreibung

Naturstandort

Helleborus niger kommt von den Ost-Alpen über Norditalien bis zum Balkan von den Tallagen bis in subalpine Höhenlagen vor. In den östlichen bayerischen Alpen ist die Art nur an wenigen Einzelstandorten zu finden.

Die gut schattenverträgliche Christrose kommt hauptsächlich in frischen, basenreichen und stickstoffarmen bis mäßig nahrhaften Seggen-Buchenwäldern vor.

Daneben wächst sie auch in trocken-warmen Flaumeichenwäldern sowie basenreichen Schneeheide-Kiefernwäldern.

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Wildform am naturhaften Waldrand

Beschreibung

Helleborus niger ist eine wintergrüne bis immergrüne Staude, die bis 30 cm hohe Horste bildet, die durch Rhizomausbreitung im Laufe der Jahre stattliche Umfänge erreichen können.Es gibt allerdings auch Formen, die kurze Stämme ausbilden.

Die Christrose ist ausgesprochen langlebig. Das Laub ist glänzend dunkelgrün und handförmig geteilt. Die weißen bis zartrosa Blüten erscheinen von Dezember bis in den März.

Die Sommerlaubblätter ziehen mit Beginn der Blüte oft ein. Die Photosynthes wird dann nach der Blüte durch vergrünende Hochblätter teilweise übernommen, bis die eigentlichen Laubblätter im Frühjahr wieder austreiben. Diese Wuchsform ist daher im Jahresverlauf im Erscheinungsbild sehr variabel. Die im Handel befindlichen Auslesen zeigen diesen Wechsel nicht und behalten die Laubblätter ganzjährig.

Die Pflanze ist in allen Teilen extrem giftig und kann bei Verzehr zum Tode führen.

 

Verwendungshinweise

Die Christrose gehört zu den traditionellen und seit Jahrhunderten kultivierten Gartenpflanzen. Die stark giftige Art hatte Bedeutung in der antiken und mittelalterlichen Medizin.

Sie wird auch heute noch häufig in Privatgärten in allerlei, nicht immer überzeugenden Einatzfeldern benutzt. 

Die botanische Art oder naturhaft anmutende Auslesen sind eine gute Option für naturnahe, felsige Waldgartensituationen oder absonnige Hanglagen von Alpinarien. Sie sorgt hier für Aufmerksamkeit, weil die Christrose in dieser Form als Wildpflanze kaum noch wahrgenommen wird.

Die Wildform und auch die Auslesen können gut in Klostergärten und traditionellen Bauerngärten in halbschattigen bis schattigen Lagen eingesetzt werden.

Generell kommen Nieswurze besser als Streupflanzen im sehr weitläufigen Verbund denn in klassischer Gruppenpflanzung zur Geltung.

Kultur

Etablierte Exemplare sind robust und durch die hohe Schattenverträglichkeit und Toleranz gegen Sommertrockenheit benötigen sie kaum Pflege.

Sorten:

  • HGC Jonas: reinweiße Einzel-Blüten von November bis Februar, immergrüne Laubblätter
  • HGC Josef Lemper: reinweiße Einzel-Blüten von Dezember bis März, immergrüne Laubblätter
  • Praecox: reinweiße Blüte von September bis Dezember, immergrüne Laubblätter

Bilder





Helleborus_niger_christrose


Helleborus_niger


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Auslese


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Wildform


1872-1
subsp. macranthus


1871-1
Auslese

Attribute

Lebensform Stauden/Gräser/Farne Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
Staude
Blütenstauden/-Kräuter
horstartig
15-30 cm Höhe
weiß
rosé-weiß
Januar
Februar
März
Dezember
dunkel-grün
Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche
tödlich
Heil-/Gewürzpflanze
unbedeutend
frisch
sommertrocken
halbschattig
sommerlich schattig
ganzjährig schattig
absonnig
stark kalk-/basenreich
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
durchlässiger Lehm
Lehm
humos
poröser Schotter
starker Wurzeldruck
kalk-/basenreich
Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Wälder
arme Böden
mittlere Böden
sehr wintermilde Lage
Normal- bis winterrauhe Lage
frostarme Lage
ausgeprägte Warmlage
luftfeuchte und/oder kühle Lagen
gemäßigte Klimate
wintermilde Lage
Warmlagen
Europa
alpin
Mitteleuropa
Süd-Osteuropa
gut
Gering
Gruppen-Verbands-Pflanze
verträglich
Laubwälder
Buchenwälder
Moderbuchenwälder
Trockenhang-Kalk-Buchenwälder
Montane Buchenwälder
Eichenwälder
Felshang Traubeneichenwälder
Nadelwälder
Kiefernwälder
Schneeheide-Kiefernwälder, kalkreich
Einsatzbereich Handelsgängigkeit Belaubung Lebensbereich
Bauerngarten
Terrassen-/Balkongarten
Repräsentative Gärten
Steingarten/Alpinum
Waldgarten
für Pflanzgefäße geeignet
Klostergarten
öffentliches Grün
Grünanlagen hoher Pflegestufe
Hauptsortiment
winter-/immergrün
Gehölz/Wald