Geranium sanguineum

1728-4 Name Blut-Storchschnabel
Botanischer Name: Geranium sanguineum
Familie Geraniaceae
Pflanzen pro qm 6.00
Wikipedia Geranium sanguineum
Verbreitungskarte Verbreitungskarte
Sorten

Album, Elsbeth, Max Frei, var. striatum

Beschreibung

Naturstandort

Geranium sanguineum ist mitteleuropäisch verbreitet mit Vorkommensschwerpunkt im Hügel- und Bergland. In den Tiefebenen ist er selten und die Bestände sind hier zudem deutlich zurück gegangen.

Der Blut-Storchschnabel ist eine Charkterart trocken-warmer, basenreicher und stickstoffarmer Saumgesellschaften im Übergang von Trockenwäldern zu Halbtrockenrasen.

Die Art tritt außerdem in vollsonnigen bis licht halbschattigen, trocken-warmen Flaumeichen-Wäldern, in montanen Schneeheide-Kiefernwäldern und in basiphilen Sand-Kiefernwälder der mittel- und süddeutschen Trockengebiete auf.

Beschreibung

Geranium sanguineum erreicht in Rabatten Wuchshöhen von bis zu 50 cm, bleibt am Naturstandort oder naturnahen Bedingungen aber meist zierlicher.

Der sommergrüne Blut-Storchsschnabel wächst im Einzelstand ausgesprochen breit-buschig. In Mischpflanzungen neigt er dazu, sich mit Langtrieben in Lücken und lockere Vegetationsstrukturen hineinzuweben.

Die Blüten sind leuchtend purpurrot und erscheinen von Mai bis Ende Juni mit einer Nachblüte im September.

Das Laub verfärbt sich im Herbst häufig tief-rot.

Verwendungshinweise

Geranium sanguineum wird wegen seiner Trockenheitsresistenz und Widerstandskraft gegen Wildkraut-Konkurrenz sehr gerne in Staudenanlagen aller Art eingesetzt.

In naturnahen, warmen Gehölzrändern wirkt die hier standörtlich perfekt geeignete Art wegen ihrer "Rabatten-Prägung" mitunter  etwas deplaziert, zumindest sollte hier nur die botanische Art verwendet werden.

Kultur

Etablierte Exemplare benötigen auf lichten, warm-trockenen und stickstoffarmen Standorten praktisch keine gärtnerische Unterstützung.

Der Blut-Storchschnabel trotzt auch dem Wurzeldruck von Großbäumen, allerdings dauert die Etablierungsphase hier länger und der Habitus bleibt wesentlich zierlicher und lockerer.

Sorten:

  • Album: mit rein-weißen Blüten
  • Elsbeth: leuchtend karminrot
  • Max Frei: violett-rot, kompakt und dichtwüchsig, versamt sich oft willig
  • var. striatum: weiß mit violett geaderten Blüten

Bilder





1728-4


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10477-1
Album


Geranium_sanguineum__album_
Album


1731-1
Elsbeth


10478-1
var. striatum

Attribute

Lebensform Stauden/Gräser/Farne Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
Staude
Blütenstauden/-Kräuter
horstartig
30-60 cm Höhe
weiß
rot
violett
pink
Juni
September
grün
zierende Herbstfärbung
Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche
ungiftig
unbedeutend
mäßig trocken
frisch
gut drainiert
sommertrocken
vollsonnig
sonnig
halbschattig
stark kalk-/basenreich
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
kalkarm, leicht sauer
(lehmiger/humoser) Sand
durchlässiger Lehm
Lehm
poröser Schotter
starker Wurzeldruck
keine Bodenverdichtung
kalk-/basenreich
Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Alpine Schuttfluren/Blockhalden
arme Böden
mittlere Böden
reiche Böden
sehr wintermilde Lage
Normal- bis winterrauhe Lage
frostarme Lage
ausgeprägte Warmlage
hitzeanfällige Lage
gemäßigte Klimate
wintermilde Lage
Warmlagen
Europa
Tiefland
Mittelgebirge (montan)
Mitteleuropa
Hügelland (collin)
befriedigend
Gering
Gruppen-Verbands-Pflanze
verträglich
Kalk
Staudenfluren Zwergstrauchheiden und Nadelgebüsche Gebüsche Wälder Einsatzbereich
Staudenfluren trockenwarmer Standorte
Wacholdergebüsche
Wärmeliebende Trocken-Gebüsche
Laubwälder
Trockenhang-Kalk-Buchenwälder
Eichenwälder
Felshang Traubeneichenwälder
Nadelwälder
Schneeheide-Kiefernwälder, kalkreich
Bauerngarten
Repräsentative Gärten
Steppenpflanzung
öffentliches Grün
Grünanlagen geringer Pflegestufe
Grünanlagen hoher Pflegestufe
Rabatte
Handelsgängigkeit Belaubung Lebensbereich
Hauptsortiment
sommergrün
Alpinum
Felssteppen
Gehölzrand/Staudenfluren