Geranium phaeum

1714-1 Name Brauner Storchschnabel, Purpur-Storchschnabel
Botanischer Name: Geranium phaeum
Familie Geraniaceae
Pflanzen pro qm 6.00
Wikipedia Geranium phaeum
Verbreitungskarte Verbreitungskarte
Sorten

Album, var. lividum

Beschreibung

Naturstandort

Geranium phaeum ist von den Pyrenäen über die französischen Gebirgsregionen und den Alpenraum bis zum Ural in montanen Vegetationszonen verbreitet.

In Deutschland gibt es in den bayerischen Alpen und dem Alpenvorland einzelne natürliche Vorkommen. In den übrigen deutschen Mittelgebirgen ist der Braune Storchschnabel stellenweise eingebürgert. In der Norddeutschen Tiefebene kommt die Art neophytisch, unbeständig und nahezu ausschließlich in (Hartholzau-)Wäldern vor.

In montanen Regionen werden auch extensiv beweidete Klee-Waldsaumgesellschaften und selten beweidete oder gemähte Berg-Glatthaferwiesen besiedelt.

Der Braune Storchschnabel bevorzugt halbschattige bis licht schattige Standorte auf dauerhaft frischen, humosen Lehmböden. Die Substrate sind mäßig nahrhaft und mehr oder weniger neutral.

Beschreibung

Der sommergrüne Braune Storchschnabel wächst horstig ohne Ausläufer und erreicht Wuchshöhen von 60 bis 100 cm.

Die kleinen Blüten sind meist braun-violett, es gibt aber auch natürliche rosa oder sogar weiße Varietäten. Die Blütezeit erstreckt sich von Mai bis Juni.

Verwendungshinweise

Der Braune Storschschnabel ist eine in naturnahen, in allen Standorteigenschaften mesophilen Waldrand- und lichten Laubmischwäldern gut einsetzbare Art.

Auch für frische Hochstaudenfluren und spät-einschürige Frischwiesen ist die Art geeignet. Interessante, allerdings eher subtile Bilder ergeben sich v.a. bei großflächigem Einsatz. Eine Verwendung in Staudenbeeten und Rabatten ist ebenfalls denkbar, v.a. in ländlichen oder bäuerlichen Gärten.

Die Sorte "Album" und die Varietät "lividum" sind auffälliger und mit viel größerer Fernwirkung der Blüten aufwartend, allerdings wirkt sie in naturhaften Anlagen weniger stimmig als die Normalform.

Kultur

An allen mehr oder weniger mittleren Standorten ohne Trockenstress ist die Art robust, pflegeleicht und versamt sich, ohne lästig zu werden.

Sorten:

  • Album: weiße Blüten
  • var. lividum: rosa Blüte mit braun-violettem Grund

Bilder





1714-1


10466-1


10467-1
Album


1716-1
var. lividum

Attribute

Lebensform Stauden/Gräser/Farne Blütenfarbe Blütezeit Geniessbarkeit/Giftwirkung
Staude
Blütenstauden/-Kräuter
horstartig
60-100 cm Höhe
weiß
rosa
bräunlich/schwarz
Mai
ungiftig
Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche Nährstoffversorgung (N + P)
unbedeutend
frisch
feucht
sonnig
halbschattig
sommerlich schattig
absonnig
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
kalkarm, leicht sauer
durchlässiger Lehm
Lehm
humos
starker Wurzeldruck
mittlere Böden
reiche Böden
Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Wiesen Staudenfluren
sehr wintermilde Lage
Normal- bis winterrauhe Lage
frostarme Lage
luftfeuchte und/oder kühle Lagen
gemäßigte Klimate
wintermilde Lage
Warmlagen
Europa
Mittelgebirge (montan)
alpin
Mitteleuropa
Südeuropa
Süd-Osteuropa
Osteuropa/Kaukasus
gut
Gering
Gruppen-Verbands-Pflanze
verträglich
Frischwiesen
Staudenfluren frischer, nährstoffreicher Standorte
Wälder Einsatzbereich Handelsgängigkeit Belaubung Lebensbereich
Laubwälder
Buchenwälder
Mull-Buchenwälder
Montane Buchenwälder
Feuchtwälder
Auwälder
Bauerngarten
Repräsentative Gärten
Waldgarten
öffentliches Grün
Grünanlagen geringer Pflegestufe
Grünanlagen hoher Pflegestufe
Rabatte
Wiese
Hauptsortiment
sommergrün
Gehölz/Wald
Wiesen
Gehölzrand/Staudenfluren