Galium verum

Galium_verum_echtes_labkraut Name Echtes Labkraut
Botanischer Name: Galium verum
Familie Rubiaceae
Pflanzen pro qm 6.00
Wikipedia Galium verum
Verbreitungskarte Verbreitungskarte

Beschreibung

Naturstandort

Galium verum ist in ganz Europa und weiten Teilen Asiens weit verbreitet. In Deutschland ist das Echte Labkraut in verschiedenen Unterarten flächendeckend vertreten, nur in Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern dünnen die Vorkommen spürbar aus.

Galium verum kommt von den Tiefebenen bis in (sub-)alpine Höhenlagen in einer Vielzahl von stickstoffarmen, mäßig trockenen bis frischen Wiesen, Weiden, Magerrasen und trocken-warmen Saumgesellschaften sowie sehr lichten Rändern von Trockenwäldern vor. Bevorzugt werden humos-sandige Lehmböden.

Im Vergleich zum sehr ähnlichen, allerdings weiß blühenden Galium album ist das Echte Labkraut auf etwas trockenere, wärmere und stickstoffärmere Standorten spezialisiert.

Beschreibung

Das sommergrüne Galium verum wächst durch Wurzelausläufer locker-rasig und erreicht Wuchshöhen von 70 (90) cm. Die leicht grün-stichigen, gelben Blüten-Wolken bilden einen sehr auffälligen und ausdauernden Aspekt von Juni bis September. Die Blüten duften ausgeprägt süßlich. Das Laub ist etwas blau- oder graustichig.

Mit dem Weißen Labkraut (Galium album) wird natürlicherweise die Hybride Weißgelbes Labkraut (Galium x pomeranicum) gebildet. Durch unterschiedlich hohe Elternanteile entstehen alle Zwischenstufen zwischen weißen und gelben Blütenfarben.

Sehr ähnlich ist das zitronen-gelb blühende Wirtgens Labkraut (Galium wirtgenii), das zerstreut in Mittelgebirgsregionen vorkommt und im Tiefland nur einige wenige Einzelstandorte hat.

Verwendungshinweise

Das Echte Labkraut ist eine sehr gute Option in weiträumigen Anlagen für naturnahe, nährstoffarme und mäßig trockene Wiesen, Säume und warme Gehölzränder in vollsonniger bis licht-halbschattiger Lage.

Als historische Färberpflanze und Zusatzmittel der Käseherstellung ist sie auch in Bauern- und Klostergärten einsetzbar.

Kultur

Die Art ist auf nicht zu nahrhaften, gelegentlich abtrocknenden Substraten weitgehend ohne gärtnerische Unterstützung kultivierbar.

Ein Rückschnitt nach der Blüte führt oft zu einem zweiten Blütenflor.

Bilder





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Attribute

Lebensform Stauden/Gräser/Farne Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
Staude
Blütenstauden/-Kräuter
flächendeckend
horstartig
60-100 cm Höhe
gelb
Juni
Juli
August
September
blau-grün
grau-grün
Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche
ungiftig
Heil-/Gewürzpflanze
ausgeprägt
unbedeutend
mäßig trocken
frisch
sommertrocken
vollsonnig
sonnig
halbschattig
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
kalkarm, leicht sauer
(lehmiger/humoser) Sand
durchlässiger Lehm
poröser Schotter
starker Wurzeldruck
keine Bodenverdichtung
kalk-/basenreich
Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Wiesen
arme Böden
mittlere Böden
sehr wintermilde Lage
Normal- bis winterrauhe Lage
frostarme Lage
hitzeanfällige Lage
gemäßigte Klimate
wintermilde Lage
Warmlagen
Europa
Tiefland
Mittelgebirge (montan)
alpin
Nordeuropa
Mitteleuropa
Südeuropa
Süd-Osteuropa
Osteuropa/Kaukasus
Hügelland (collin)
Asien
Ostasien/China/Mandschurei
Sibirien
Zentral-Asien
Kleinasien
sehr gut
Gering
strukturbildender Gruppen-Solitär
Gruppen-Verbands-Pflanze
aspektbildender Flächenfüller
verträglich
Frischwiesen
Trockenrasen Alpine Schuttfluren/Blockhalden Staudenfluren Zwergstrauchheiden und Nadelgebüsche Gebüsche
Sandtrockenrasen
Steppenrasen
Submediterrane Halbtrockenrasen
Kalk
Staudenfluren trockenwarmer Standorte
Trockene Sandheiden
Wacholdergebüsche
Wärmeliebende Trocken-Gebüsche
Wälder Einsatzbereich Handelsgängigkeit Belaubung Lebensbereich
Eichenwälder
Steppen-Eichenwälder
Felshang Traubeneichenwälder
Nadelwälder
Sand-Kiefernwälder
Kiefer-Steppenwälder
Schneeheide-Kiefernwälder, kalkreich
Bauerngarten
Repräsentative Gärten
Steppenpflanzung
Klostergarten
Duftgarten
Duft ausgeprägt
öffentliches Grün
Grünanlagen hoher Pflegestufe
Wiese
Hauptsortiment
sommergrün
Wiesen
Gehölzrand/Staudenfluren