Fritillaria meleagris

1653-4 Name Gewöhnliche Schachblume
Botanischer Name: Fritillaria meleagris
Familie Liliacea
Pflanzen pro qm 30.00
Wikipedia Fritillaria meleagris
Verbreitungskarte Verbreitungskarte
Sorten

Alba

Beschreibung

Naturstandort

Das Verbreitungsgebiet von Fritillaria meleagris umfasst Frankreich, die südlichen Alpenvorländer und den Balkan. In Deutschland gilt die Schachbrettblume als Archaeophyt.

Sie kommt hier selten und sehr zerstreut in mäßig stickstoff- und basenreichen, (voll-)sonnigen Feucht- und Nasswiesen oder zumindest im Frühjahr überschwemmten Wiesen vor.

In brachgefallenen Feucht- und Nasswiesen kann sich die Gewöhnliche Schachblume unter den aufkommenden Hochstauden und Hochgräsern recht gut halten, weil sie als Vorsommergrüne dem im Jahresverlauf zunehmenden Schattendruck ausweicht.

Beschreibung

Fritillaria meleagris ist ein vorsommergrüner Zwiebegeophyt.

Im April/Mai treibt die Schachblume an einem bis 30 cm hohen Stiel 1 bis 2 glockenförmige Blüten. In der Regel weisen die Blüten das charakteristische violett-braune, dunkler schachbrettartig gemusterte Erscheinungsbild. Rein weiße Blüten sind aber eine natürliche Varietät, die in den meisten Populationen vorkommt.

Verwendungshinweise

Die Gewöhnliche Schachblume ist eine dezente, aber edle Art für den großflächigen Einsatz in naturnahen, spät gemähten Feucht- bis Nasswiesen auf mäßig stickstoff- und basenreichen Böden und für naturnahe Ufern von Stillgewässern.

Kultur

Ideal sind ausgeprägt wärmebegünstigte Lagen. In Kultur gedeiht sie auch in dauerhaft frischen Gartenböden befriedigend.

Der massive Rückgang der Art in der freien Landschaft ist v.a. auf die Entwässerung von Feuchtwiesen und dem damit ermöglichten frühen Schnitttermin vor der Samenreife zurück zu führen.

Unter gärtnerischen Bedingungen ist die Art recht pflegeleicht. Lediglich auf zu stickstoffreichen Wiesen führt der Schattendruck der Obergräser zum langfristigen Ausfall der lichtliebenden Schachblume.

An geeigneten Standorten samt sich die Art dagegen aus, bildet auch Tochterknollen und ist zum Verwildern geeignet.

Sorten:

  • Alba: wie die Art, weiße Blüte mit grünlicher Aderung

Bilder





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Attribute

Lebensform Stauden/Gräser/Farne Blütenfarbe Blütezeit Geniessbarkeit/Giftwirkung
Staude
Zwiebel/Knolle
horstartig
15-30 cm Höhe
weiß
violett
bräunlich/schwarz
April
Mai
giftig
Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche Nährstoffversorgung (N + P)
unbedeutend
wechselfeucht
nass
nicht austrocknend
feucht
vollsonnig
sonnig
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
kalkarm, leicht sauer
(lehmiger/humoser) Sand
durchlässiger Lehm
Lehm
Ton
humos
organische Böden
starker Wurzeldruck
kalk-/basenreich
arme Böden
mittlere Böden
Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Moore und Sümpfe Wiesen
sehr wintermilde Lage
Normal- bis winterrauhe Lage
frostarme Lage
gemäßigte Klimate
wintermilde Lage
Warmlagen
Europa
Tiefland
Mitteleuropa
Südeuropa
Süd-Osteuropa
Osteuropa/Kaukasus
Hügelland (collin)
sehr gut
Gering
Gruppen-Verbands-Pflanze
aspektbildender Flächenfüller
verträglich
Niedermoore
Kleinseggenriede
Nasswiesen
Feuchtwiesen
Staudenfluren Einsatzbereich Handelsgängigkeit Belaubung Lebensbereich
Hochstaudenfluren feuchter bis nasser Standorte
Bauerngarten
Mediterraner Garten
Terrassen-/Balkongarten
Repräsentative Gärten
Wassergarten
für Pflanzgefäße geeignet
Klostergarten
öffentliches Grün
Grünanlagen hoher Pflegestufe
Wiese
Hauptsortiment
vorsommergrün
Wasserrand/Sumpf
Wiesen