Filipendula ulmaria

1618-2 Name Echtes Mädesüß
Botanischer Name: Filipendula ulmaria
Familie Rosaceae
Pflanzen pro qm 4.00
Wikipedia Filipendula ulmaria
Verbreitungskarte Verbreitungskarte
Sorten

Aurea, Plena, Variegata

Beschreibung

Naturstandort

Das Verbreitungsgebiet von Filipendula ulmaria reicht von ganz Mittel- und Nordeuropa bis in das mittlere Asien. Das Echte Mädesüß ist von den Tiefebenen bis in alpine Höhenlagen auf allen feuchten bis nassen, v.a. im Bergland auch sickerfeuchten, ärmeren bis mäßig nahrhaften Standorten weit verbreitet.

Die eigentlich lichtliebende Art ist mäßig schattentolerant und gedeiht auch in lichteren Bereichen von Erlen-Eschenwäldern oder im Unterwuchs von landseitigen Schilfröhrichten. Gegenüber der Bodenreaktion ist sie anspruchslos und besiedelt sowohl alkalische bis saure Substrate.

Filipendula ulmaria ist eine Charakterart der von Hochstauden beherrschten Mädesüß-Flur, die als Ersatzgesellschaft der Erlen-Bruchwälder anzusehen ist. In grundwassernahen, brachgefallenen Nasswiesen auf degradierten Niedermoorstandorten entwickeln sich die sonst streifenartig an Gräben und Bachufern ausgebildeten Mädesüß-Fluren rasch in die Fläche. Gegen Mahd ist die Art empfindlich.

Weitere Hauptvorkommen hat Filipendula ulmaria in nitrophytischen Uferstaudenfluren.

Beschreibung

Filipendula ulmaria erreicht eine Höhe von 100 bis 150 cm. Die Art bildet durch kurze Wurzelausläufer im Laufe der Zeit recht ausladende Horste und kann durch Selbstaussat relativ zügig in die Fläche gehen.

Die weißen Trugdolden erscheinen von Juni bis August un duften ausgeprägt süßlich.

Verwendungshinweise

Filipendula ulmaria ein wichtiges, charakteristisches Element naturnah gestalteter Feuchtfluren und Gewässerufer. Sie kommt v.a. vor dunkleren Hintergründen schön zur Geltung.

Kultur

Das Echte Mädesüß ist auf geeigneten Standorten ohne nennenswerte gärtnerische Betreuung zu kultivieren. Im Verbund mit konkurrenzstarken Hochstauden wird die ausbreitungswillige Art nicht lästig.

Sorten:

  • Aurea: schwachwüchsiger, mit gelblich-grünem Laub, sehr auffällig, etwas chlorotisch wirkend, nicht für Naturanlagen geeignet
  • Plena: wie die Art, gefüllte Blüten, ebenfalls nicht für Naturanlagen geeignet
  • Variegata: schwachwüchsiger, dunkel-grünes Laub mit unregelmäßigen, gelben Flecken, etwas befremdliche Wirkung

Bilder





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Filipendula_ulmaria


1619-1


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Austrieb


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Aurea


1620-1
var. denudata

Attribute

Lebensform Stauden/Gräser/Farne Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
Staude
Blütenstauden/-Kräuter
flächendeckend
horstartig
100-150 cm Höhe
weiß
Juli
gelblich
panaschiert
Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche
ungiftig
Heil-/Gewürzpflanze
ausgeprägt
frisch
wechselfeucht
nass
nicht austrocknend
feucht
vollsonnig
sonnig
halbschattig
absonnig
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
kalkarm, leicht sauer
kalkfrei, sauer
durchlässiger Lehm
Lehm
Ton
humos
organische Böden
starker Wurzeldruck
kalk-/basenreich
Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Gewässer/Gewässerrand
arme Böden
mittlere Böden
reiche Böden
sehr reiche Böden
sehr wintermilde Lage
Normal- bis winterrauhe Lage
frostarme Lage
ausgeprägte Warmlage
luftfeuchte und/oder kühle Lagen
gemäßigte Klimate
wintermilde Lage
Warmlagen
Europa
Tiefland
Mittelgebirge (montan)
alpin
Nordeuropa
Mitteleuropa
Südeuropa
Süd-Osteuropa
Osteuropa/Kaukasus
Hügelland (collin)
Asien
Sibirien
Zentral-Asien
gut
Gering
strukturbildender Gruppen-Solitär
verträglich
Stillgewässer
Mesotroph
Nährstoffreich
Fliessgewässer
Quellfluren
Bäche
Flüsse
Moore und Sümpfe Staudenfluren Gebüsche Wälder Einsatzbereich
Niedermoore
Großröhrichte
Großseggenriede
Hochstaudenfluren feuchter bis nasser Standorte
Feuchtgebüsche
Grauweidengebüsche
Feuchtwälder
Erlenbruchwälder
Auwälder
Repräsentative Gärten
Wassergarten
Duftgarten
Duft ausgeprägt
öffentliches Grün
Grünanlagen geringer Pflegestufe
Grünanlagen hoher Pflegestufe
Handelsgängigkeit Belaubung Lebensbereich
Hauptsortiment
sommergrün
Wasserrand/Sumpf
Gehölzrand/Staudenfluren