Festuca ovina

Festuca_ovina_ssp._glauca_schafschwingel Name Echter Schafschwingel
Botanischer Name: Festuca ovina
Familie Poaceae
Pflanzen pro qm 15.00
Wikipedia Festuca ovina
Verbreitungskarte Verbreitungskarte
Sorten

Eisvogel, ssp. glauca

Beschreibung

Naturstandort

Festuca -ovina-Artenschwarm ist in ganz Mitteleuropa bis ins nord-östliche Asien verbreitet.

Der Echte Schafschwingel kommt von den Tiefebenen bis in alpine Höhen unabhängig von der Bodenreaktion in praktisch allen trocken-warmen, extrem stickstoffarmen Standorten vor. Oft handelt es sich um verhagerte Kuppen oder Böschungen.

Er besiedelt saure bis stark alkalische Trockenrasen, südexponierte Gehölzränder oder montane Polsterseggen- und Blaugrasrasen. Er kommt auch stetig auf kalkreichen Felsstandorten und feinerdearmen, bewegten Kalkschutthalden vor.

Die Standorte sind meist ausgesprochen wärmebegünstigt und vollsonnig.

Beschreibung

Festuca ovina bildet wintergrüne, dichte Horste von 20 bis 30 cm, in Blüte bis 50 cm Höhe. Die Hauptblütezeit liegt im Juni.

Die Laubfärbung ist aufgrund der zahlreichen Unterarten recht variabel und reicht von grasgrün über grau-grün bis hin zu bläulichen Farbstichen.

Im Handel werden vorrangig silbrig-grüne Auslesen angeboten, die große Ähnlichkeit mit Festuca cinerea haben.

Verwendungshinweise

Festuca ovina ist eine in naturnahen Trockenrasen und sonnigen Rändern nährstoffarmer und trockener Eichen- und Kiefernwäldern gut einsetzbare Art. 

Auch im Vordergrund von gepflegten Steppen- und Kiesgärten könnte sie häufiger eingesetzt werden. Überzeugend bleibt sie aber nur, wenn die Horste als kleine Solitäre erkennbar bleiben und nicht durch Aussaat zu rasenartigen Strukturen verwachsen dürfen.

Die Art spielt auch in Landschaftsrasenmischungen für Trockenlagen eine bedeutende Rolle.

Das Erscheinungsbild der botanischen Arten ist insgesamt eher unscheinbar, es gibt aber eine Reihe effektvollerer Auslesen. Außerdem entwickeln sich in Kultur unter etwas nahrhafteren Bedingungen ansehnliche Blattschöpfe. 

Bei vielen Exemplaren sind zudem die Samenstände bis tief in den Winter hinein strukturstabil und zierend, was bei der vergleichsweise frühen Blüte nicht selbstverständlch ist. Ansprechend ist auch der zarte Kontrast zwischen dem bläulich-grau-grünem Laub und den hell-strohigen Samenständen.

Aufgrund des Formenreichtums der Art kann man aber im Vorfeld die tatsächlichen Eigenschaften von Wildformen nur schwer abschätzen.

Kultur

Auf armen, trockenen und sonnigen Standorten ist der Schafschwingel ohne nennenswerten Aufwand zu kultivieren. Auf konkurrenzarmen Mineralböden versamt er sich sehr willig.

Auf bessere Wasser- und Stickstoffversorgung reagiert die Art positiv und wüchsig. Dennoch steigt der Pflegeaufwand hier natürlich an.

Sorten:

  • Eisvogel: silbrig-blau-grünes Laub, 20 bis 30 cm hoch (Handelsstandard)
  • ssp. glauca: Wildform mit stärkeren Blau- und Grauanteilen im Laub

Bilder





Festuca_ovina_ssp._glauca_schafschwingel
ssp. glauca (Samenstand)


Festuca_ovina_%282%29
Blüte (Naturstandort)


Festuca_ovina
Blüte (Naturstandort)


1605-1
Frühjahrsaustrieb der Nominatform


1606-1
ssp. glauca (Blüte)

Attribute

Lebensform Stauden/Gräser/Farne Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
Staude
Gras
horstartig
15-30 cm Höhe
gelblich-grün
Juni
blau-grün
grau-grün
silbrig
Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche
ungiftig
unbedeutend
trocken
mäßig trocken
frisch
gut drainiert
sommertrocken
vollsonnig
sonnig
halbschattig
stark kalk-/basenreich
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
kalkarm, leicht sauer
kalkfrei, sauer
(lehmiger/humoser) Sand
durchlässiger Lehm
humos
poröser Schotter
kalk-/basenreich
Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Trockenrasen
sehr arme Böden
arme Böden
mittlere Böden
sehr wintermilde Lage
Normal- bis winterrauhe Lage
frostarme Lage
ausgeprägte Warmlage
hitzeanfällige Lage
gemäßigte Klimate
wintermilde Lage
Warmlagen
Europa
Tiefland
Mittelgebirge (montan)
alpin
Nordeuropa
Mitteleuropa
Süd-Osteuropa
Osteuropa/Kaukasus
mediterraner Schwerpunkt
Hügelland (collin)
Asien
Ostasien/China/Mandschurei
Sibirien
Zentral-Asien
gut
Gering
Gruppen-Verbands-Pflanze
strukturbildende Matrixpflanze
verträglich
Sandtrockenrasen
Steppenrasen
Bodensaure Borstgrasrasen
Submediterrane Halbtrockenrasen
Strand-Dünen
Alpine Schuttfluren/Blockhalden Zwergstrauchheiden und Nadelgebüsche Einsatzbereich Handelsgängigkeit Belaubung
Silikat
Kalk
Trockene Sandheiden
Besenginsterheiden
Wacholdergebüsche
Mediterraner Garten
Terrassen-/Balkongarten
Repräsentative Gärten
Steingarten/Alpinum
Heidegarten
Steppenpflanzung
für Pflanzgefäße geeignet
Gründächer
Substratstärke über 15 cm
öffentliches Grün
Grünanlagen hoher Pflegestufe
Wiese
Hauptsortiment
wintergrün
winter-/immergrün
Lebensbereich
Alpinum
Wiesen
Felssteppen
Steppen
Gehölzrand/Staudenfluren