Festuca filiformis

1600-2 Name Haar-Schwingel
Botanischer Name: Festuca filiformis
Familie Poaceae
Pflanzen pro qm 15.00
Verbreitungskarte Verbreitungskarte

Beschreibung

Naturstandort

Festuca filiformis hat seinen Verbreitungsschwerpunkt in den ozeanisch geprägten Tiefebenen Mitteleuropas und der westeuropäischen Mittelgebirge. Die Nordgrenze der Verbreitung verläuft in etwa entlang des Elbetals, wobei vereinzelte Vorkommen an der schleswig-holsteinischen Nordseeküste und der meklenburgischen Ostseeküste bestehen.

Der wärmeliebende Haarschwingel ist eine Charakterart bodensauerer, mäßig trockener bis frischer Borstgrasheiden und Magerrasen auf Felsbändern und Sandflächen.

Weitere Schwerpunktvorkommen hat die Art in bodensauren Eichenmischwäldern der eiszeitlichen Geestrücken der norddeutschen Tiefebene sowie schwach humosen, festgelegten Pionier-Sandtrockenrasen. Die Standorte sind vollsonnig bis licht halbschattig.

Beschreibung

Die wintergrüne Festuca filiformis bildet 15 bis 25 cm hohe, in Blüte bis 30 cm hohe, dichte Horste. Die Blütenstände erscheinen von Mai bis Juli.

Verwendungshinweise

Der Haar-Schwingel ist eine gut in naturnahen Trockenrasen  bodensauerer Standorte und trockener Sand-Heiden einsetzbare Art.

Möglich ist auch die Verwendung auf südexponierten Wurzeltellern von Bäumen.

Das Erscheinungsbild ist sehr unauffällig und zurückhaltend. In großen Gruppen oder gar als flächige Matrix erzeugen die kleinen Polster dennoch eine ansprechende Optik.

Kultur


Außerhalb stickstoffarmer, bodensauerer und relativ trockener Standorte ist Festuca filiformis nur mit hohem Aufwand vor wuchskräftigeren Konkurrenten zu schützen.

Bilder





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Attribute

Lebensform Stauden/Gräser/Farne Blütenfarbe Blütezeit Geniessbarkeit/Giftwirkung
Staude
Gras
horstartig
15-30 cm Höhe
gelblich-grün
Mai
Juni
Juli
ungiftig
Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche Nährstoffversorgung (N + P)
unbedeutend
mäßig trocken
frisch
gut drainiert
sommertrocken
vollsonnig
sonnig
halbschattig
ph-neutral
kalkarm, leicht sauer
kalkfrei, sauer
(lehmiger/humoser) Sand
durchlässiger Lehm
humos
poröser Schotter
starker Wurzeldruck
stark sauer
sehr arme Böden
arme Böden
Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Trockenrasen Alpine Schuttfluren/Blockhalden
sehr wintermilde Lage
Normal- bis winterrauhe Lage
frostarme Lage
ausgeprägte Warmlage
hitzeanfällige Lage
gemäßigte Klimate
wintermilde Lage
Warmlagen
Europa
Ozeanischer Verbreitungsschwerpunkt
Tiefland
Mittelgebirge (montan)
Mitteleuropa
Hügelland (collin)
gut
Mittel
Gruppen-Verbands-Pflanze
strukturbildende Matrixpflanze
verträglich
Sandtrockenrasen
Bodensaure Borstgrasrasen
Silikat
Zwergstrauchheiden und Nadelgebüsche Wälder Einsatzbereich Handelsgängigkeit Belaubung
Trockene Sandheiden
Besenginsterheiden
Eichenwälder
Bodensauere Eichenmischwälder
Nadelwälder
Sand-Kiefernwälder
Mediterraner Garten
Repräsentative Gärten
Steingarten/Alpinum
Heidegarten
Steppenpflanzung
Gründächer
Substratstärke über 15 cm
Wiese
Hauptsortiment
winter-/immergrün
Lebensbereich
Felssteppen
Steppen
Gehölzrand/Staudenfluren