Euphorbia griffithii

1539-2 Name Himalaya-Wolfsmilch, Feuer-Wolfsmilch, Griffiths Wolfsmilch
Botanischer Name: Euphorbia griffithii
Familie Euphorbiaceae
Pflanzen pro qm 4.00
Sorten

Dixter, Fireglow

Beschreibung

Naturstandort

Euphorbia griffithii kommt im Himalaya oberhalb von 2.000 m bis etwa 5.000 m vor. Das Verbreitungsgebiet erstreckt sich über das südlichen China, Bhutan, Nepal, Nord-Indien und den Süden Tibets.

Schwerpunktvorkommen sind Lichtungen von Laub- und Nadelwäldern sowie Rhododendron-Wäldern.

Die Art besiedelt feinerdereiche, durchlässige, dauerhaft frische bis sickerfeuchte, aber niemals staunasse Böden. Die Substrate sind mehr oder weniger neutrale, humos-skelettreiche Lehmböden.

 :

Die dezentere, kaum gehandelte Wildform

Beschreibung

Die sommergrüne Himalaya-Wolfsmilch wächst aufrecht mit langen Ausläufern und wird bis 70 (90) cm hoch.

In Neuanlagen unter noch kunkurrenzarmen Bedingungen erscheinen die Ausläufer teilweise 50 cm von der Mutterpflanze entfernt. Wo die konkurrenzbedingungen dies zulassen, verdichten sich die Bestände in den Folgejahren flächenhaft. Wird Euphorbia griffithii in etablierte Staudenfluren integriert, ist die ungewöhnliche Ausbreitungsstrategie weniger ausgeprägt und der Wuchs bleibt eher breit-horstartig.

Die lanzettlichen Blätter sind dunkelgrün mit einem leichten Blaustich, die Stengel mehr oder weniger intensiv rot gefärbt. Im Herbst verfärben sich die lang haftenden Blätter von Gelb zu leuchtenden Rottönen. Die Stengel intensivieren im Herbst die Rotfärbung ebenfalls nochmals und bleiben bis in den Dezember/Januar hinein struktrustabil und zierend.

Die Hochblätter der Blüten erscheinen im Mai/Juni und sind auffällig orange.

Die Pflanze ist in allen Teilen giftig, wobei die Wurzel in der chinesischen Medizin Verwendung findet.

Verwendungshinweise

Euphorbia griffithii ist eine in exotisch angehauchten Gärten oder in rabattenartigen Staudenpflanzungen verwendbare Art.

Die Wirkung der handelsüblichen Auslese "Fireglow" ist recht plakativ, ihr Rot farblich nicht ganz einfach einzubinden. Es ist daher einiges Augenmerk auf die Pflanzenkomposition zu verwenden. Recht risikolos sind natürlich Kombinationen mit Ziergräsern.

Interessante Kompositionen sind auch mit sommergrünen, kräftigen Farnen denkbar. Der Austrieb der Wedel und der Wolfsmilch bieten ein reizvolles Frühlingsschauspiel. Allerdings sollten die Farne einen Entwicklungsvorsprung von mindestens einem, besser zwei Jahren erhalten.

Die rotlaubigen Auslesen können auch in Zierrabatten als Kontrastpflanzen eingesetzt werden, insbesondere zu Silber- und Weißtönen. 

Die zurückhaltendere Wildart ist leider kaum im Handel.

Kultur

Die Himalaya-Wolfsmilch bevorzugt gut wasserversorgte und gleichzeitig gut drainierte, nährstoffreichere Böden. Hier entwickelt sie in Neuanlagen erheblichen Konkurrenzdruck und tendiert zu Einartbeständen.

Insbesondere prinzipiell kräftige, aber langsamer entwickelnde Farne haben bei zeitgleicher Pflanzung kaum Chancen. Selbst ein gefürchteter Wucherer wie der Straußfarn (Matteuccia struthiopteris) benötigt zwei Jahre Entwicklungsvorsprung.

Auf etwas trockeneren Standorten ist die Wuchskraft dagegen gemindert.

Jungpflanzen sind frostgefährdet, günstig ist die Frühjahrspflanzung. Bei Herbstpflanzung empfiehlt sich eine schützende Laub-Mulch-Decke. Winterliche Staunässe gefährdet auch etablierte Exemplare.

Sorten:

  • Dixter: rötlich überlaufenes Laub, etwas schwachwüchsiger als die Art
  • Fireglow: mit intensiv leuchtend rotem Laub, artifizielle Ausstrahlung (Handelsstandard)

Bilder





1539-2
Fireglow


1542-1


10900_euphorbia_griffithii


1544-1


1543-1


1541-4
Fireglow


Euphorbia_griffithii_fireglow_himalaya-wolfsmilch_%2822%29


Euphorbia_griffithii_fireglow_himalaya-wolfsmilch_%2833%29

Attribute

Lebensform Stauden/Gräser/Farne Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
Staude
Blütenstauden/-Kräuter
flächendeckend
horstartig
60-100 cm Höhe
gelb
Juni
blau-grün
rötlich
zierende Herbstfärbung
bräunlich
Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche
stark giftig
unbedeutend
frisch
gut drainiert
nicht austrocknend
feucht
vollsonnig
sonnig
halbschattig
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
kalkarm, leicht sauer
durchlässiger Lehm
Lehm
humos
poröser Schotter
starker Wurzeldruck
keine Bodenverdichtung
Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Einsatzbereich
mittlere Böden
reiche Böden
sehr wintermilde Lage
frostarme Lage
ausgeprägte Warmlage
gemäßigte Klimate
wintermilde Lage
Warmlagen
Asien
Ostasien/China/Mandschurei
befriedigend
Mittel
Gruppen-Verbands-Pflanze
unverträglich
verträglich
Asiatisch-Exotischer Garten
Mediterraner Garten
Terrassen-/Balkongarten
Repräsentative Gärten
Waldgarten
für Pflanzgefäße geeignet
öffentliches Grün
Grünanlagen hoher Pflegestufe
Rabatte
Handelsgängigkeit Belaubung Lebensbereich
Hauptsortiment
sommergrün
Gehölzrand/Staudenfluren