Eschscholzia californica

Eschscholzia_californica_kalifornischer_mohn_2 Name Kalifornischer Mohn, Eschscholzie, Goldmohn, Schlafmütze
Botanischer Name: Eschscholzia californica
Familie Papaveraceae, Mohngewächse
Pflanzen pro qm 30.00
Wikipedia Eschscholzia californica
Verbreitungskarte Verbreitungskarte
Sorten

Ivory Castle

Beschreibung

Naturstandort

Eschscholzia californica stammt aus dem Südwesten der USA und aus dem nördlichen Mexiko. Der Kalifornischer Mohn wächst von der Tiefebene bis in montane Höhen.

Der Kalifornische Mohn ist vorrangig in sonnig-warmen, ärmeren bis mäßig stickstoffreichen, skelettreichen, oftmals trockenfallenden Steppenwiesen und Ruderalfluren anzufinden. Er bildet nicht selten Massenbestände, die Prärien bis zum Horizont in ein orangenes Blütenmeer verwandeln.

Die sandigen bis skelettreich-lehmigen Böden sind mäßig basenreich bis schwach sauer.

Die Art ist mittlerweile in den Subtropen weltweit eingebürgert und stellenweise auch in Deutschland in den großstädtischen Wärmeinseln sowie den Warmregionen wie der Rheinebene oder dem Thüringer Becken als eingebürgerter Neophyt einzustufen.

Der Kalifornsiche Mohn (Eschscholzia californica) kann in neu angelegten Staudenbeeten gut als Blender für das erste Jahr eingesäät werden. Die Sorte 'Ivory Castle' wächst dabei weniger üppig und gefährdet die übrigen Jungstauden nicht.

Die Auslese 'Ivory Castle' wird selten verwendet, lässt sich aber farblich vielfältiger kombinieren.

Beschreibung

Eschscholzia californica ist unter günstigen Bedingungen eine ausdauernde Staude, in winterkalten oder extrem sommertrockenen Regionen wächst sie einjährig und überdauert ungünstige Jahreszeiten als Samen.

Eschscholzia californica blüht von Anfang Mai bis Mitte Juli mit meist hell-orangenen, seltener rein-gelben oder rötlichen Mohnblüten, die sich nur bei Sonnenschein öffnen. Ohne nennenswerten sommerlichen Trockenstress kann sich die Blühphase aber auch bis Ende Oktober hinziehen.

Die fein geteilten Blätter sind bläulich-grau-grün.Die Stengel wachen niederliegend in die Breite mit aufgerichteten Nebentrieben. Dabei durchwebt sie gerne Begleitpflanzen und richtet sich an ihnen auf.

Die Art ist insgesamt sehr variabel und selbst Individuen können im Laufe einer Vegetationsperiode in Blütenfarbe und -größe veränderlich sein.

Eschscholzia californica ist in allen Teilen giftig.

Verwendungshinweise

Der Kalifornische Mohn wird teilweise Staudenrabatten beigestellt und ist oft Bestandteil von "Blütenwiesenmischungen".

Einigermaßen sinnvoll kann die Art als "Blender" in jungen Steppenanlagen verwendet werden, wo sie ausgesäät im ersten Jahr für einen Blütenflor sorgt und sich bei ausreichend offenen Bodenstellen dauerhaft etablieren kann.

Im Handel ist die Art nur als Saatgut erhältlich, lässt sich hierüber aber problemlos etablieren.

Kultur

Aufgrund der freudigen Selbstversamung neigt die Art dazu, an allen möglichen Stellen im Garten aufzutreten und kann mitunter auch mal lästig werden.

Man darf auch den Ausbreitungsdrang des zunächst so zierlich anmutenden Gesellen nicht unterschätzen. Schon auf mäßig nahrhaften, lockeren Mineralböden entwickeln sich in Neuanlagen üppige Blatt- und Blütenmassen, die z.B. neu gepflanzten Halbsträuchern wie Lavendel oder Salbei durchaus durch Verschattung den Gar ausmachen können. Es gibt aber auch weniger vitale, "ungefährliche" Auslesen wie z.B. 'Ivory Castle'.

Der Blütenflor wird im Hochsommer aufgrund von Wassermangel eingestellt, auf bewässerten Rabatten verlängert sich die Blütezeit bis in den Herbst.

Sorten:

  • Ivory Castle: blass creme-gelbe Blüte, insgesamt zierlicher im Wuchs, weniger vital als die Wildformen

Bilder





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Eschscholzia_californica_kalifornische_eschscholzie_samenstand
ausgereifter Samenstand

Attribute

Lebensform Stauden/Gräser/Farne Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
einjährig
Blütenstauden/-Kräuter
horstartig
15-30 cm Höhe
gelb
orange
Mai
Juni
Juli
blau-grün
grau-grün
Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche
giftig
unbedeutend
trocken
mäßig trocken
frisch
gut drainiert
sommertrocken
vollsonnig
sonnig
stark kalk-/basenreich
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
kalkarm, leicht sauer
(lehmiger/humoser) Sand
durchlässiger Lehm
humos
poröser Schotter
keine Bodenverdichtung
kalk-/basenreich
Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Einsatzbereich
arme Böden
mittlere Böden
frostfreie Lage
sehr wintermilde Lage
Normal- bis winterrauhe Lage
frostarme Lage
ausgeprägte Warmlage
hitzeanfällige Lage
subtropische Klimate
wintermilde Lage
Warmlagen
Amerika
Nordamerika
Mittelamerika
Liebhaberpflanze
Mittel
aspektbildender Flächenfüller
verträglich
Bauerngarten
Mediterraner Garten
Terrassen-/Balkongarten
Repräsentative Gärten
Steppenpflanzung
für Pflanzgefäße geeignet
Gründächer
Substratstärke über 15 cm
öffentliches Grün
Grünanlagen hoher Pflegestufe
Rabatte
Handelsgängigkeit Belaubung
Raritäten/Saatgut
sommergrün