Erysimum cheiri

1474-1 Name Goldlack
Botanischer Name: Erysimum cheiri
Familie Brassicaceae
Pflanzen pro qm 8.00
Wikipedia Erysimum cheiri
Verbreitungskarte Verbreitungskarte

Beschreibung

Naturstandort

Erysimum cheiri ist ursprünglich mediterran von den Tieflagen bis in submontane Höhen an Schotter- und Felshängen verbreitet.

Als historische Kulturpflanze ist die Art mittlerweile in Mitteleuropa in den wärmebegünstigten Flusstälern des Mittelrheins, von Neckar und Mosel bis zur Mittelweser sowie im Weinbauklima als Archäophyt in Mauerunkraut-Gesellschaften eingebürgert.

Der Goldlack wächst vorrangig auf sonnenexponierten, feinerdereichen, frischen und durchlässigen Kalkschotterböden. Erysimum cheiri bildet hier sogar eine eigene Goldlack-Gesellschaft, die v.a. an süd-exponierten Mauern alter Burganlagen vokommt.

 Beschreibung

Der Goldlack ist eine ausdauernde, eher kurzlebige Staude, die auf stickstoffreicheren Böden gut 60 cm Höhe erreicht.

Die botansiche Art hat schwefelgelbe, stark duftende Blüten, die von Mai bis Juni erscheinen.

Es gibt eine Reihe von Zuchtformen, die überwiegend Orange- und Brauntöne aufgenommen haben.

Verwendungshinweise

Erysimum cheiri ist eine etwas aus der Mode gekommene Staude, die sich heute aus traditionellen Gründen noch in Bauern- und Klostergärten mit einer gewissen Berechtigung einsetzen lässt.

Kultur

Der Goldlack ist robust und zuverlässig wenn ihm sonnige, warme Lagen geboten werden. Basenreiche und nahrhafte, frische und auch im Winter nicht feuchtfallende Böden bringen vitale Exemplare hervor.

Gelegentlicher Trockenstress im Sommer wird vertragen. 

Staunfeuchte und saure Substrate sind ungeeeignet. 

Unter den gewünschten, auch für andere, kräftige Stauden günstigen Standortbedingungen muss der kurzlebigen Art regelmäßig Platz geschaffen werden, um sich versamen zu können. Gänzlich pflegearm ist der Goldlack dadurch dann doch nicht.

 

Bilder





1474-1


Erysium_cheiri____goldlack

Attribute

Lebensform Stauden/Gräser/Farne Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
Staude
Blütenstauden/-Kräuter
horstartig
30-60 cm Höhe
hell-gelb
gelb
orange
rot
bräunlich/schwarz
Mai
grün
Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche
ungiftig
ausgeprägt
frisch
gut drainiert
vollsonnig
sonnig
stark kalk-/basenreich
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
durchlässiger Lehm
poröser Schotter
keine Bodenverdichtung
kalk-/basenreich
Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Staudenfluren
mittlere Böden
reiche Böden
sehr wintermilde Lage
frostarme Lage
ausgeprägte Warmlage
hitzeanfällige Lage
gemäßigte Klimate
subtropische Klimate
wintermilde Lage
Warmlagen
Europa
Mitteleuropa
Südeuropa
mediterraner Schwerpunkt
Hügelland (collin)
befriedigend
Mittel
Gruppen-Verbands-Pflanze
verträglich
Staudenfluren trockenwarmer Standorte
Einsatzbereich Handelsgängigkeit Belaubung Lebensbereich
Bauerngarten
Duftgarten
Hauptsortiment
sommergrün
Felssteppen
Gehölzrand/Staudenfluren