Eriophorum latifolium

1463-1 Name Breitblättriges Wollgras
Botanischer Name: Eriophorum latifolium
Familie Cyperaceae
Pflanzen pro qm 8.00
Wikipedia Eriophorum latifolium
Verbreitungskarte Verbreitungskarte

Beschreibung

Naturstandort

Eriophorum latifolium ist in ganz Europa vorwiegend in montanen und alpinen Höhenlagen bis Sibirien verbreitet. In der Norddeutschen Tiefebenen kommt die Art nur zerstreut vor. V.a. in Westdeutschland sind die Mehrzahl der Wuchsorte durch Trockenlegung und Düngung erloschen.

Das Breitblättrige Wollgras ist eine Charakterart der kalkreichen, gehölzfreien Quell- und Hangmoore und hat sein Schwerpunktvorkommen in basenreichen, ausgesprochen nährstoffarmen, meist orchideenreichen Niedermooren.

Beschreibung

Eriophorum latifolium bildet durch kurze Ausläufer rasige, bis 70 cm hohe, wintergrüne Bestände. Die charakteristischen "Watte-Fruchtstände" erscheinen von Juni bis Juli. Die eigentlichen Blüten sind unscheinbar seggenartig gelblich-braun. Weil die Fruchtstände den eigentlichen "Blütenschmuck" ausmachen, wird die Art hier als "weiß-blühend" geführt.

Die Art neigt weniger zur zügigen Flächenbesiedelung als das sehr ähnliche, auf sauren Standorten vorkommende Schmalblättrige Wollgras.

Verwendungshinweise

Als Aspekt- oder Bestandsbildner in Kalk-Moorbeeten ist Eriophorum latifolium eine unverzichtbare Art.

Kultur

Wesentliches Kriterium für eine mit vertretbarem gärtnerischen Pflegeaufwand erfolgreiche Kultur ist die ausgesprochene Nährstoffarmut des Substrates. Zu beachten ist dabei, dass selbst der Eintrag von Herbstlaub relativ schnell zu einer zu hohen Nährstoffanreicherung führt und das Breitblättrige Wollgras von konkurrenzkräftigeren Sumpfpflanzen verdrängt wird.

Bilder





1463-1

Attribute

Lebensform Stauden/Gräser/Farne Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
Staude
Gras
flächendeckend
30-60 cm Höhe
weiß
Juni
Juli
grün
Zierwert Frucht Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche
zierend/strukturstark
ungiftig
unbedeutend
nass
offenes Wasser
feucht
vollsonnig
sonnig
Bodenansprüche Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN
stark kalk-/basenreich
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
(lehmiger/humoser) Sand
humos
organische Böden
kalk-/basenreich
sehr arme Böden
arme Böden
sehr wintermilde Lage
Normal- bis winterrauhe Lage
frostarme Lage
gemäßigte Klimate
wintermilde Lage
Europa
Ozeanischer Verbreitungsschwerpunkt
Tiefland
Mittelgebirge (montan)
alpin
Nordeuropa
Mitteleuropa
Südeuropa
Süd-Osteuropa
Osteuropa/Kaukasus
Hügelland (collin)
Asien
Sibirien
sehr gut
Mittel
Hoch
Gruppen-Verbands-Pflanze
aspektbildender Flächenfüller
strukturbildende Matrixpflanze
verträglich
Gewässer/Gewässerrand Moore und Sümpfe Wiesen Einsatzbereich Handelsgängigkeit
Stillgewässer
Kalkreich
Moorgewässer
Quellfluren
Niedermoore
Kleinseggenriede
Nasswiesen
Asiatisch-Exotischer Garten
Mediterraner Garten
Wassergarten
Heidegarten
öffentliches Grün
Wiese
Hauptsortiment
Belaubung Lebensbereich
winter-/immergrün
Wasserrand/Sumpf
Heiden