Dianthus plumarius

10357-1 Name Feder-Nelke
Botanischer Name: Dianthus plumarius
Familie Caryophyllaceae, Nelkengewächse
Pflanzen pro qm 8.00
Wikipedia Dianthus plumarius
Sorten

Alba Plena, Altrosa, Diamant, Heidi, Ine, Maggi, Saxonia

Beschreibung

Naturstandort

Dianthus plumarius kommt in den Ost- und Kalkalpen über Kalkgestein in montanen Höhenlagen vor.

Im Bayerischen Alpenvorland und am Süd-Ostrand des Schwarzwaldes bestehen neophytische Vorkommen.

Sie wächst in vollsonnigen Pioniergesellschaften sickerfrischer bis sickerfeuchter, bewegter Feinschutt- und Mergelhalden-Fluren. Die Substrate sind stickstoffarm bis mäßig nahrhaft.

Beschreibung

Die ausdauernde, wintergrüne Dianthus plumarius ist aufgrund einer Reihe von Lokal-Arten recht vielgestaltig. Sie bildet bis zu 30 cm hohe, rasige Polster.

Das Laub ist grau-grün und leicht blau bereift. Die weißen bis rosafarbenen, stark duftenden Blüten erscheinen im Juni/Juli.

Dianthus plumarius wurde schon im Mittelalter kultiviert und züchterisch bearbeitet. Man kann wohl davon ausgehen, dass eine Reihe der der Federgras-Sorten mehr oder weniger hybridisierte Formen unter Beteiligung von Dianthus alpinus, Dianthus deltoides oder auch Dianthus gratianopolitanus sind.

Hybridformen mit Dianthus caryphyllus wurden eine zeitlang als "Dianthus x allwoodii" bezeichnet. Diese moderneren Feder-Nelken-Hybriden zeichnen sich durch sehr ausdauernden, duftenden Blütenflor und mehreren Blüten pro Stiel aus.

Verwendungshinweise

Dianthus plumarius ist in der Wildform eine gute Art für naturnahe Alpinarien und Felsstandorte.

Die Feder-Nelke wird überwiegend in einer der vielen Auslesen in Rabatten kultiviert, diese wirken hier meist etwas altmodisch. V.a. die gefüllten Sorten wirken sehr artifiziell und sind vorrangig in romantisierenden, ländlichen oder bäuerlichen Gärten verwendungswürdig.

Kultur

Die Federnelke ist durch ihren hohen Lichtbedarf und den niedrigen Wuchs unter Kulturbedingungen nur mit hohem gärtnerischen Aufwand vor der Verdrängung durch Konkurrenten zu bewahren.

Anders als die recht ähnliche Dianthus gratianopolitanus benötigt die Feder-Nelke frische Böden. Trockenphasen hemmen die Entwicklung, werden aber überstanden. Stauende Feuchtigkeit ist dringend zu vermeiden.

Sorten:

  • Alba Plena: 30 cm hoch, gefüllte, weiße Blüten
  • Altrosa: 20 cm hoch, gefüllte, alt-rosa Blüten
  • Diamant: 20 cm hoch, gefüllte, weiße Blüten
  • Heidi: 20 cm hoch, gefüllte, tief karminrote Blüten
  • Ine: 30 cm hoch, gefüllte, weiße Blüten mit rotem Auge
  • Maggi: 20 cm hoch, gefüllte, tief rosa Blüten mit rosa Auge
  • Saxonia: 25 cm hoch, gefüllte, purpurrote Blüten

Bilder





10357-1


10358-1
ssp. regis-stephani


1291-1
Diamant

Attribute

Lebensform Stauden/Gräser/Farne Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
Staude
Blütenstauden/-Kräuter
15-30 cm Höhe
Polsterpflanze
weiß
rosa
rosé-weiß
Juni
Juli
blau-grün
grau-grün
Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche
ungiftig
ausgeprägt
frisch
vollsonnig
sonnig
stark kalk-/basenreich
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
durchlässiger Lehm
poröser Schotter
keine Bodenverdichtung
kalk-/basenreich
Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Alpine Schuttfluren/Blockhalden
arme Böden
mittlere Böden
sehr wintermilde Lage
Normal- bis winterrauhe Lage
frostarme Lage
gemäßigte Klimate
wintermilde Lage
Warmlagen
Europa
alpin
Mitteleuropa
gut
Hoch
Gruppen-Verbands-Pflanze
aspektbildender Flächenfüller
verträglich
konkurrenzschwach
Kalk
Einsatzbereich Handelsgängigkeit Belaubung Lebensbereich
Terrassen-/Balkongarten
Repräsentative Gärten
Steingarten/Alpinum
für Pflanzgefäße geeignet
Duftgarten
Duft ausgeprägt
Insektenweide
Hauptsortiment
winter-/immergrün
Alpinum