Corydalis cava

1047-3 Name Hohler Lerchensporn
Botanischer Name: Corydalis cava
Familie Papaveraceae
Pflanzen pro qm 40.00
Wikipedia Corydalis cava
Verbreitungskarte Verbreitungskarte
Sorten

f. alba

Beschreibung

Naturstandort

Die etwas wärmeliebende Corydalis cava hat einen mitteleuropäischen Verbreitungsschwerpunkt, kommt aber südlich bis in die Hochlagen der Pyrenäen und süd-östlich bis Griechenland vor. Norddeutschland bildet die nördliche, natürliche Arealgrenze.

Der Hohle Lerchensporn wächst hier meist in größeren Beständen vom Tiefland bis in die Gebirgsregionen in frischen bis feuchten Buchenwäldern, in grundwasserbeeinflussten Eichen-Hainbuchenwäldern und in Erlen-Ulmen-Auwäldern auf recht basenreichen, sehr stickstoffreichen Standorten im Schatten sommergrüner Wälder. 

Beschreibung

Corydalis cava ist ein 15 bis 25 (30) cm hoher, vorsommergrüner Knollen-Geophyt mit entweder weißen oder häufiger fliederfarbenen Blütenständen. Beide Farbvarianten kommen meist innerhalb eines Bestandes gleichermaßen vor. Die Blütezeit liegt im April.

Der ähnliche Gefingerte Lerchensporn (Corydalis solida) ist zierlicher und bildet seltener flächige Bestände.

Verwendungshinweise

Der Hohle Lerchensporn ist ein sehr guter, vielfältig einsetzbarer heimischer Frühblüher für naturnahe Waldgärten oder Parkanlagen.

Er wirkt v.a. als Unterpflanzung von sommergrünen Gehölzen, im Schatten von Mauern und Gebäudeteilen oder in schattigen Bereichen von Alpinarien.

Kultur

An zusagenden Standorten kann der Hohle Lerchensporn durch Selbstaussat große Flächen erobern, wird aber wegen des frühen Blatteinzuges dadurch nicht lästig, sondern wertvoller.

Die Kombination mit höheren, immergrünen Bodendeckern ist ungünstig, wenn der Lerchensporn diese Konkurrenten im Frühjahr nicht durchwachsen kann.

Ideal sind frische, im Frühjahr auch gerne feuchte Standorte auf lehmig-humosen, basen- und stickstoffreichen Böden. Sommerliche Trockenheit ist unschädlich, nur während der Vegetationsperiode schwächen Trockenphasen die Konkurrenzkraf.

Sorten:

  • f. alba: natürliche Varietät mit rein-weißen Blüten, mit besserer Fernwirkung als die violette Form

Bilder





1047-3
f. alba


1046-2
f. alba m. Corydalis solida


1048-4

Attribute

Lebensform Stauden/Gräser/Farne Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
Staude
Zwiebel/Knolle
Blütenstauden/-Kräuter
horstartig
15-30 cm Höhe
weiß
violett
April
blau-grün
Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche
stark giftig
vorhanden
frisch
feucht
halbschattig
sommerlich schattig
absonnig
stark kalk-/basenreich
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
durchlässiger Lehm
Lehm
Ton
humos
starker Wurzeldruck
kalk-/basenreich
Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Wälder
mittlere Böden
reiche Böden
sehr reiche Böden
sehr wintermilde Lage
Normal- bis winterrauhe Lage
frostarme Lage
ausgeprägte Warmlage
luftfeuchte und/oder kühle Lagen
gemäßigte Klimate
wintermilde Lage
Warmlagen
Europa
Tiefland
Mittelgebirge (montan)
Mitteleuropa
Südeuropa
Süd-Osteuropa
Hügelland (collin)
sehr gut
Sehr gering
Gruppen-Verbands-Pflanze
aspektbildender Flächenfüller
verträglich
Laubwälder
Buchenwälder
Mull-Buchenwälder
Montane Buchenwälder
Auwälder
Einsatzbereich Handelsgängigkeit Belaubung Lebensbereich
Bauerngarten
Repräsentative Gärten
Steingarten/Alpinum
Waldgarten
öffentliches Grün
Grünanlagen hoher Pflegestufe
Hauptsortiment
vorsommergrün
Gehölz/Wald