Clematis alpina

Clematis_alpina_alpen-waldrebe Name Alpen-Waldrebe
Botanischer Name: Clematis alpina
Familie Ranunculaceae, Hahnenfußgewächse
Pflanzen pro qm 10.00
Wikipedia Clematis alpina
Verbreitungskarte Verbreitungskarte
Sorten

Burford White, Columbine, Frances Rivis, Pamela Jackman, Riga, Ruby, Violett Purple

Beschreibung

Naturstandort

Clematis alpina kommt in den Alpen, dem Balkan und den Karpaten vor.

Sie tritt in montanen bis alpinen Schneeheide-Kiefernwäldern, Schneeheide-Alpenrosengebüschen sowie subalpinen Lärchen-Arvenwäldern mit ausgeprägtem Unterwuchs aus Bärsträuchern vor.

Die Standorte zeichnen sich oft durch mächtige Rohumusauflagen aus, die durchaus über kalkhaltigem Felsgestein liegen können. Die Substrate sind daher in den oberen Bodenhorizonten neutral bis sauer.

Clematis alpina wächst am Naturstandort vorrangig an kühlen, dauerhaft frischen und reltativ nährstoffarmen Standorten in halbschattigen bis schattigen Lagen.



Für Kübel ist C. alpina die winterhärteste Option

Beschreibung

Clematis alpina ist ein bis 300 cm hoch rankender, sommergrüner Kletterstrauch. Fehlen vertikale Rankhilfen, wächst die Alpen-Waldrebe flach über den Boden kriechend.

Der Austrieb erfolgt für Waldreben sehr früh. Die blauen Blüten erscheinen ab Ende April.

Verwendungshinweise

Clematis alpina ist eine der schönsten Clematis-Wildarten und aufgrund ihres unaufdringlichen Erscheinungsbildes sehr vielseitig einsetzbar.

In Alpinarien kann die Alpen-Waldrebe auch - etwas ungewohnt - bodendeckend verwendet werrden.

Kultur

Die Art bevorzugt frische, halbschattige bis absonnige Standorte, trocken-warme Bedingungen sind suboptimal.

Die flachwurzelnde Alpen-Waldrebe verträgt Wurzelhonkurrenz höchstens von Kleinsträuchern, mit denen sie aber optisch nicht sinnvoll zu kombinieren ist. Soll sie Normal- oder gar Goßsträucher beranken, muss ihre Wurzelzone durch ein tiefreichendes Wurzelfließ von dem der Sträucher getrennt werden.

Generell ist die Laubentwicklung der Alpen-Waldrebe nicht so massiv, dass ein Überwuchern von Sträuchern zu befürchten ist. Durch ihren frühen Laubaustrieb und die frühe Blüte ist sie unter den genannten Bedingungen sogar eine ideale Lösung für den Einsatzzweck.

In Kübeln ist darauf zu achten, dass der Wurzelballen nicht austrocknet. Im Winter müssen die frostempfindlichen Wurzeln vor dem Durchfrieren bewahrt werden. Sie ist sicherlich dennoch eine der am ehesten für die Kübelverwendung geeignete Clematis.

Ein Rückschnitt ist nicht erforderlich. Wenn ein Rückschnitt vorgenommen werden soll, bietet sich der Zeitpunkt direkt nach der Blüte im Mai an. Die Pflanzen haben dann im Sommerhalbjahr noch ausreichend Zeit, Triebe zu entwickeln, an denen der Blütenflor des nächsten Frühlings entstehen kann.

Sorten:

  • Burford White: bis 250 cm hoch, große, alt-weiße, rosa überlaufene, halbgefüllte Blüte
  • Columbine: bis 250 cm hoch, hellblaue bis graublaue Blüte
  • Frances Rivis (Blue Giant): 250 bis 300 cm hoch, intensiv violett-blaue Blüte
  • Pamela Jackman: bis 250 cm hoch, hellblaue  Blüte
  • Riga: bis 250 cm hoch, weiße Blüte
  • Ruby: bis 250 cm hoch, weinrote Blüte
  • Violett Purple: bis 250 cm hoch, violett-rosa-farbene Blüte mit pinkfarbenem Basalfleck

Bilder





Clematis_alpina_alpen-waldrebe


10987_clematis_alpina


960-2


Clematis_alpina_'burford_white'_alpen-waldrebe
Burford White


Clematis_alpina_'pamela_jackman'_alpen-waldrebe
Pamela Jackman


Clematis_alpina_-ruby-
Ruby

Attribute

Lebensform Sträucher/Bäume Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
Strauch
Kletterpflanze
Rankend
niederliegend/kriechend
weiß
rot
violett
hell-blau
blau
April
grün
Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche
giftig
unbedeutend
frisch
gut drainiert
nicht austrocknend
feucht
sonnig
halbschattig
sommerlich schattig
absonnig
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
kalkarm, leicht sauer
kalkfrei, sauer
durchlässiger Lehm
Lehm
humos
organische Böden
poröser Schotter
keine Bodenverdichtung
Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Alpine Schuttfluren/Blockhalden
arme Böden
mittlere Böden
sehr wintermilde Lage
Normal- bis winterrauhe Lage
luftfeuchte und/oder kühle Lagen
gemäßigte Klimate
wintermilde Lage
Europa
Mittelgebirge (montan)
alpin
Mitteleuropa
Südeuropa
Süd-Osteuropa
sehr gut
Gering
strukturbildender Solitär
verträglich
Silikat
Wälder Einsatzbereich Handelsgängigkeit Belaubung Lebensbereich
Nadelwälder
Schneeheide-Kiefernwälder, kalkreich
Zwergstrauchreiche Tannen-Fichtenwälder
Blockschutthalden-Wälder
Bauerngarten
Terrassen-/Balkongarten
Repräsentative Gärten
Steingarten/Alpinum
Waldgarten
für Pflanzgefäße geeignet
öffentliches Grün
Grünanlagen hoher Pflegestufe
Hecken
Freie Blütenhecke
Hauptsortiment
sommergrün
Gehölz/Wald
Alpinum
Gehölzrand/Staudenfluren