Carex pendula

10521_carex_pendula Name Große Segge, Hänge-Segge
Botanischer Name: Carex pendula
Familie Cyperaceae
Pflanzen pro qm 1.00
Wikipedia Carex pendula
Verbreitungskarte Verbreitungskarte

Beschreibung

Naturstandort

Carex pendula kommt fast in ganz Europa, Teilen des westlichesn Asiens und Nord-Afrikas von den Tieflagen bis in die alpinen Regionen vor. In Deutschland fehlt sie dagegen in der norddeutschen Tiefebene fast vollständig.

Die Große Segge ist in ihrem Vorkommen eng an feuchte bis nasse, quellige oder sickerfeuchte Stellen in laubwerfenden Laub- und Laubmischwäldern gebunden. Die Substrate sind mehr oder weniger neutral und mäßig nahrhaft bis nahrhaft.

Sie ist eine Charakterart der halbschattigen bis schattigen Waldsümpfe, in denen häufig die Esche eine wichtige Rolle in der Baumschicht spielt. Sie kommt auch in feuchten Senken oder an Bachläufen in Buchenwäldern sowie in periodisch überflutete Hartholz-Auwäldern vor.

Steht sie im Röhricht von Gewässerufern, können die Standorte auch vollsonnig sein.

Beschreibung

Carex pendula erreicht an geeigneten Standorten stattliche Ausmaße von 100 cm Höhe und bis zu 200 cm Breite. Dabei sind die wintergrünen Blätter und v.a. die Blütenstände elegant bogig überhängend.

Die Halme der Samenstände halten sich den Winter hindurch, da sich die endständigen Samenstände aber schon im Laufe des Herbstes auflösen, kann man nicht von einem nennenswerten Beitrag zur winterlichen Zier sprechen.

 Verwendungshinweise

Die Große Segge gehört zum Standardprogramm in allen gepflegten Grünanlagen.

Sie ist dennoch eine gute Wahl als Solitär oder in weitläufigen Anlagen auch als Matrix für halbschattige oder absonnige Gewässerufer und feuchte Stellen in Waldsituationen (z.B. in Bodenmulden, an Hangfüßen oder über stauenden Tonschichten).

Es empfiehlt sich, Carex pendula auch bei flächenhaftem Einsatz als Solitäre mit ausreichend Abstand zwischen den Exemplaren zu pflanzen. Dadurch kommt der strukturstarke Habitus der Art besser zur Geltung und es bleibt Raum für die Vergesellschaftung mit anderen, kräftigen Hochstauden.

In Pflanzgefäßen können stilvolle, reduzierte Situationen entstehen. Sie reagiert aber etwas empfindlich auf durchgefrorene Wurzelballen und zeigt zum Ausgang des Winters v.a. in kleineren Gefäßen oftmals unschön abgestorbene Partien oder fällt sogar mal ganz aus.

Kultur

In Gartenkultur hält sich die Große Segge auch auf frischen Böden oder in sonnigeren Lagen sicher und übersteht auch kürzere Trockenphasen problemlos. Ihre volle Wirkung entfaltet sie aber besser in schattigeren Lagen.

Auf kalkreichen Substraten kümmert sie etwas und wirkt chlorotisch, ideal sind neutrale bis saure Humusböden. Hier versamt sie sich auch willig, wird dabei aber selten lästig.

Bilder





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Carex_pendula
Naturstandort


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Attribute

Lebensform Stauden/Gräser/Farne Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
Staude
Gras
horstartig
60-100 cm Höhe
100-150 cm Höhe
grün
Mai
Juni
grün
dunkel-grün
Zierwert Frucht Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche
zierend/strukturstark
ungiftig
unbedeutend
frisch
wechselfeucht
nass
nicht austrocknend
feucht
vollsonnig
sonnig
halbschattig
sommerlich schattig
ganzjährig schattig
absonnig
Bodenansprüche Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
kalkarm, leicht sauer
(lehmiger/humoser) Sand
durchlässiger Lehm
Lehm
Ton
humos
organische Böden
poröser Schotter
starker Wurzeldruck
mittlere Böden
reiche Böden
sehr reiche Böden
sehr wintermilde Lage
Normal- bis winterrauhe Lage
frostarme Lage
luftfeuchte und/oder kühle Lagen
gemäßigte Klimate
wintermilde Lage
Warmlagen
Europa
Tiefland
Mittelgebirge (montan)
alpin
Nordeuropa
Mitteleuropa
Südeuropa
Süd-Osteuropa
Osteuropa/Kaukasus
Hügelland (collin)
Asien
Sibirien
Zentral-Asien
Afrika
Nordafrika
gut
Sehr gering
strukturbildender Gruppen-Solitär
strukturbildende Matrixpflanze
verträglich
Gewässer/Gewässerrand Moore und Sümpfe Staudenfluren Wälder Einsatzbereich
Quellfluren
Bäche
Großröhrichte
Großseggenriede
Hochstaudenfluren feuchter bis nasser Standorte
Laubwälder
Buchenwälder
Mull-Buchenwälder
Montane Buchenwälder
Feuchtwälder
Erlenbruchwälder
Auwälder
Asiatisch-Exotischer Garten
Mediterraner Garten
Terrassen-/Balkongarten
Repräsentative Gärten
Wassergarten
Waldgarten
für Pflanzgefäße geeignet
öffentliches Grün
Straßenbegleitgrün
Grünanlagen geringer Pflegestufe
Grünanlagen hoher Pflegestufe
Handelsgängigkeit Belaubung Lebensbereich
Hauptsortiment
winter-/immergrün
Gehölz/Wald
Wasserrand/Sumpf
Gehölzrand/Staudenfluren