Carex montana

784-1 Name Berg-Segge
Botanischer Name: Carex montana
Familie Cyperaceae
Pflanzen pro qm 10.00
Wikipedia Carex montana
Verbreitungskarte Verbreitungskarte

Beschreibung

Naturstandort

Carex montana kommt in ganz Europa bis nach Ost-Asien von der collinen bis zur montanen Stufe der Gebirge vor. Im Tiefland tritt die Berg-Segge nur noch sehr selten auf.

Die Berg-Segge besiedelt mäßig trockene bis frische, dann meist sommertrockene und stickstoffarme, durchlässig-humose Lehmböden in sonnigen bis licht absonnigen Lagen. Die Bodenreaktion ist mehr oder weniger neutral.

Die Art hat ihr Schwerpunktvorkommen in der montanen Stufe in Halbtrocken- und Blaugrasrasen. Im Tief- und Hügelland ist sie stetiger in Flaumeichenwäldern und trockeneren Ausprägungen der Waldmeister-Hainbuchenwäldern sowie armer Ausprägungen von Seggen-Buchenwäldern anzutreffen.

Beschreibung

Carex montana bildet kompakte, im Mittel 25-30 cm hohe, sommergrüne Horste, die im Alter hexenringartig wachsen. Die schwarz-braunen, etwas violettstichigen Blütenstände erscheinen von Ende März bis Anfang Mai mit dem Laubaustrieb. Im Herbst verfärben sich die Horste rötlich-braun.

Verwendungshinweise

Die Berg-Segge ist eine verträgliche, recht gute Matrixpflanze für die naturnahe Unterpflanzung lichter Gehölzbestände oder im absonnigen Regenschatten niedriger Mauern.

Der Winteraspekt ist ansprechend, der Austrieb der Blütenstände und der nachfolgende, hellgrüne Blattaustrieb sind dezente Frühlingsboten.

Carex montana sollte nicht zu dicht gepflanzt werden, sie kommt am Besten zur Geltung, wenn die Horste einzeln wahrnehmbar bleiben.

Kultur

Sommertrockenheit und ausgeprägte Nährstoffarmut der Standorte fördert die Berg-Segge indirekt durch die Behinderung konkurrenzstarker Wildkräuter. An solchen Standorten ist Carex montana recht pflegeleicht. Gegenüber Bodenverdichtung ist die Art tolerant.

Bilder





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Attribute

Lebensform Stauden/Gräser/Farne Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
Staude
Gras
horstartig
15-30 cm Höhe
bräunlich/schwarz
März
April
grün
zierende Herbstfärbung
Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche
ungiftig
unbedeutend
mäßig trocken
frisch
sommertrocken
sonnig
halbschattig
sommerlich schattig
absonnig
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
kalkarm, leicht sauer
durchlässiger Lehm
humos
poröser Schotter
starker Wurzeldruck
Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Trockenrasen
sehr arme Böden
arme Böden
sehr wintermilde Lage
Normal- bis winterrauhe Lage
frostarme Lage
ausgeprägte Warmlage
gemäßigte Klimate
wintermilde Lage
Warmlagen
Europa
Mittelgebirge (montan)
Nordeuropa
Mitteleuropa
Südeuropa
Süd-Osteuropa
Osteuropa/Kaukasus
Hügelland (collin)
Asien
Ostasien/China/Mandschurei
Sibirien
Zentral-Asien
gut
Mittel
Gruppen-Verbands-Pflanze
strukturbildende Matrixpflanze
verträglich
Steppenrasen
Submediterrane Halbtrockenrasen
Gebüsche Wälder Einsatzbereich Handelsgängigkeit Belaubung
Wärmeliebende Trocken-Gebüsche
Laubwälder
Buchenwälder
Moderbuchenwälder
Trockenhang-Kalk-Buchenwälder
Eichenwälder
Felshang Traubeneichenwälder
Asiatisch-Exotischer Garten
Mediterraner Garten
Repräsentative Gärten
Steingarten/Alpinum
Waldgarten
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Grünanlagen hoher Pflegestufe
Wiese
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Lebensbereich
Gehölz/Wald
Alpinum
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