Campanula rapunculoides

11565_campanula_rapunculoides Name Acker-Glockenblume
Botanischer Name: Campanula rapunculoides
Familie Campanulaceae
Pflanzen pro qm 6.00
Wikipedia Campanula rapunculoides
Verbreitungskarte Verbreitungskarte

Beschreibung

Naturstandort

Campanula rapunculoides kommt von Mitteleuropa bis Sibirien und dem westlichen Asien relativ häufig in Ackerrändern und kurzlebigen Unkrautfluren, Rändern und Lichtungen von trocken-warmen, basenreicheren Eichenmischwäldern und Sauerdorn-Gebüschen vor.

Sie ist zudem eine Charakterart der Blut-Storchschnabel-Säume. In urbanen Räumen ist sie häufig in halbruderalen Queckenrasen und mäßig nahrhaften, wärmebegünstigten ruderalen Staudenfluren anzutreffen.

Die sonnigen bis halbschattigen Standorte sind relativ stickstoffarm bis mäßig nahrhaft, mäßig trocken bis frisch, dann aber meist sommertrocken.

Beschreibung

Campanula rapunculoides ist eine sommergrüne Staude und breitet sich auf zusagenden Standorten durch Ausläufer rasch, teilweise wuchernd aus und bildet flächige, in der Blüte 60 bis 80 cm hohe Bestände.

Die mittel-blauen, etwas violett-stichigen Blüten stehen ausdauernd von Mitte Juni bis Anfang September in einer charakteristischen, einseitswendigen Traube.

Die Wurzeln weisen verdickte Knollen aus, die als Speicherorgane dienen und bei der Überbrückung von Trockenphasen helfen.

Verwendungshinweise

Die Acker-Glockenblume ist eine schöne Option für naturnah gestaltete Saumstrukturen und Gehölzränder.

Überzeugend ist der Einsatz generell auch in ländlichen Gärten, z.B. entlang von Zäunen oder Wegen.

Nicht ganz artgerecht ist die Verwendung in Blütenwiesen. Bei einmaliger Mahd im Spätsommer ist aber auch dies möglich und ästhetisch ansprechend.

Die Blütenstände eines größeren Bestandes sind ein überzeugender Anblick, die Verbindung zu gestörten Plätzen dürfte nur Fachleuten aufstoßen.

Kultur

In Rabatten kann sie durch wuchernde Wuchsweise und willige Selbstaussaat lästig werden und ist daher besser mit konkurrenzfähigen Wildstauden und Wildgräsern zu kombinieren.

Sommerliche Trockenphasen übersteht sie schadlos. Direkte Wurzelkonkurrenz von Großbäumen führt zumindest auf nährstoffarmen Standorten zu Kümmerwuchs und reduziertem oder gar ausbleibendem Blütenflor.

Bilder





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Attribute

Lebensform Stauden/Gräser/Farne Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
Staude
Blütenstauden/-Kräuter
flächendeckend
60-100 cm Höhe
hell-blau
Juli
grün
Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche
ungiftig
unbedeutend
mäßig trocken
frisch
sommertrocken
vollsonnig
sonnig
halbschattig
absonnig
stark kalk-/basenreich
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
kalkarm, leicht sauer
(lehmiger/humoser) Sand
durchlässiger Lehm
Lehm
poröser Schotter
kalk-/basenreich
Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Staudenfluren
arme Böden
mittlere Böden
reiche Böden
sehr wintermilde Lage
Normal- bis winterrauhe Lage
frostarme Lage
ausgeprägte Warmlage
hitzeanfällige Lage
gemäßigte Klimate
wintermilde Lage
Warmlagen
Europa
Tiefland
Mittelgebirge (montan)
Mitteleuropa
Süd-Osteuropa
Osteuropa/Kaukasus
Hügelland (collin)
Asien
Sibirien
Zentral-Asien
Kleinasien
gut
Gering
Gruppen-Verbands-Pflanze
Staudenfluren trockenwarmer Standorte
Gebüsche Wälder Einsatzbereich Handelsgängigkeit Belaubung
Wärmeliebende Trocken-Gebüsche
Eichenwälder
Steppen-Eichenwälder
Felshang Traubeneichenwälder
Bauerngarten
Repräsentative Gärten
Steppenpflanzung
Waldgarten
öffentliches Grün
Grünanlagen geringer Pflegestufe
Grünanlagen hoher Pflegestufe
Rabatte
Bodenfestiger (Halden/Böschungen)
Wiese
Hauptsortiment
sommergrün
Lebensbereich
Felssteppen
Gehölzrand/Staudenfluren