Bergenia ciliata

Bergenia_ciliata_kaschmir-bergenie_1 Name Kaschmir-Bergenie, Wimper-Bergenia
Botanischer Name: Bergenia ciliata
Familie Saxifragaceae, Steinbrechgewächse
Pflanzen pro qm 5.00
Wikipedia Bergenia ciliata
Sorten

var. ciliata

Beschreibung

Verbreitung

Bergenia ciliata kommt in zwei Unterarten in der Himalaya-Region von Afghanistan im Westen bis Bhutan im Osten vor. Sie steigt von der submontanen Stufe bis in alpine Höhenlagen auf.

Die Kaschmir-Bergenie besiedelt felsige, oft nördlich exponierte Hänge oder absonnige Felsnischen.

Die oftmals beengten oder flachgründigen Wurzelräume trocknen trotz mehr oder weniger hoher Niederschlagsraten regelmäßig ab.



Bergenia ciliata var. ciliata mit asugeprägter Blattbehaarung

Beschreibung

Bergenia ciliata ist eine schwach wintergrüne bis sommergrüne Staude, die durch kriechende Sprosse langsam in die Breite wächst.

Die rundlichen und fleischigen Blätter erheben sich bis zu 30 cm über den Erdboden. Sie unterscheiden sich von allen anderen gartenüblichen Bergeniein durch eine samtige Behaarung. Diese kann auch schwach ausgeprägt sein, was aber auch ein Hinweis auf eine Hybridisierung z.B. mit Bergenia cordifolia, B. purpurrascens oder B. stracheyi sein kann.

Die rosé-weißen Blüten erscheinen bereits ab Ende März bis Ende April.

Verwendungshinweise

Bergenien sind beliebte Gartenklasiker, an denen sich der Eine oder Andere möglicherweise bereits sattgesehen hat.

Will man Bergenien verwenden, empfiehlt es sich zumindest in innovativen Anlagen, ungewöhnliche Situationen mit ihnen zu kreieren. Denn das große Laub und die dezenten Blüten haben trotz allem ihren ästhetischen Reiz.

Oft reicht es schon, sie in betont naturhaften Kombinationen mit Waldgräsern und Farnen zu vewenden. Hieraus ergeben sich oft strukturell ganzjährig interessante Flächen.

Immer hilfreich sind zudem Arrangements mit größeren Felsen, die von den Bergenien überwachsen werden dürfen.

Bergenia ciliata wird vereinzelt im Versandhandel angeboten. Die Mühen des Bezugs lohnen sich aufgrund der Ähnlichkeit mit handelsüblichen Bergenien eigentlich nur für den Sammler. Wobei Expemplare mit ausgeprägter Blattbehaarung durchaus einen eigenen Reiz entfalten.

Kultur

Die Kaschmir-Bergenie ist robust und anpassungsfähig an eine breite Standortamplitude.

In winterharten Lagen kommt das Laub nicht über den Winter. Auch Wintersonne in Verbindung mit tiefgefrorenem Boden sorgt für unschöne Verbrennungen des Laubes.

Unabhängig von solchen Blattschäden treibt Bergenia ciliata aber zuverlässig jeden Frühling wieder aus. Die Blütenstände erscheinen dabei schon kurz vor den neuen Laubblättern und sind dadurch spätfrostgefährdet.

Sorten:

  • var. ciliata: Varietät mit besonders ausgeprägter Blattbehaarung

Bilder





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var. ciliata


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Attribute

Lebensform Stauden/Gräser/Farne Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
Staude
Blütenstauden/-Kräuter
bodendeckend
30-60 cm Höhe
grün
rosa
violett
April
grün
Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche
ungiftig
unbedeutend
mäßig trocken
frisch
gut drainiert
sommertrocken
sonnig
halbschattig
absonnig
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
kalkarm, leicht sauer
kalkfrei, sauer
durchlässiger Lehm
Lehm
humos
poröser Schotter
starker Wurzeldruck
keine Bodenverdichtung
Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Einsatzbereich
mittlere Böden
reiche Böden
sehr wintermilde Lage
Normal- bis winterrauhe Lage
frostarme Lage
ausgeprägte Warmlage
luftfeuchte und/oder kühle Lagen
wintermilde Lage
Warmlagen
Asien
Zentral-Asien
befriedigend
Mittel
Geselligkeit
Gruppen-Verbands-Pflanze
verträglich
Asiatisch-Exotischer Garten
Mediterraner Garten
Terrassen-/Balkongarten
Repräsentative Gärten
Steingarten/Alpinum
Waldgarten
für Pflanzgefäße geeignet
öffentliches Grün
Grünanlagen geringer Pflegestufe
Grünanlagen hoher Pflegestufe
Handelsgängigkeit Belaubung
Nebensortiment
winter-/immergrün