Berberis vulgaris

Berberis_vulgaris_gala Name Gemeine Berberitze, Sauerdorn
Botanischer Name: Berberis vulgaris
Familie Berberidaceae
Pflanzen pro qm 1.00
Wikipedia Berberis vulgaris
Verbreitungskarte Verbreitungskarte

Beschreibung

Naturstandort

Berberis vulgaris kommt in Mittel- und Südosteuropa bis zum Kaukasus und Klein-Asien vom Tiefland bis in alpine Höhenlagen vor.

In Deutschland fehlt die Gemeine Berberitze nur im Nord-West-Deutschen Tiefland weitgehend.

Die Gemeine Berberitze ist eine Charakterart der licht- und wärmeliebenden Sauerdorn-Gebüsche der Waldränder und Feldgehölze.

Die Art kommt auch im Unterwuchs lichter, trockener Eichen- und Kiefernwälder vor. Die Standorte sind oft süd-exponierte Hanglagen mit topografiebedingt ausgeprägt gutem Wasserabzug.

Die Gemeine Berberitze ist vorrangig auf auf mäßig trockenen bis frischen, stickstoffarmen und basenreichen Lehm-, Mergel- und skelettreichen Tonböden anzutreffen.

Beschreibung

Berberis vulgaris ist ein sommergrüner, wüchsiger Strauch. Er erreicht Wuchshöhen von bis zu 3 Meter. Der wenig verzweigte, etwas sparrige Wuchs ist schlank mit straff aufrechten Haupttrieben, die im oberen Drittel bogig überhängen.

Das Laub ist im Austrieb frisch-grün, später dunkel-grün.

Die gelben Blüten erscheinen im Mai/Juni und duften mehr oder weniger ausgeprägt und angenehm. Die kleinen, roten Früchte sind roh und gekocht essbar.

Im Herbst färbt sich das Laub von Orange-Gelb über Orange zu leuchtendem Rot.

Verwendungshinweise

Berberis vulgaris ist trockenresistent und anspruchslos und wird daher gerne und häufig in pflegeextensiven Grünanlagen aller Art eingesetzt werden. Im Verbund mit der Vielzahl ganz ähnlicher Zier-Berberitzen ist ihre Ausstrahlung wenig repräsentativ und schwer in anspruchsvolle Konzepte zu integrieren.

Am ehesten gelingt dies noch mit Einzelexemplaren in naturhaften, warmen Gehölzrändern vor Großbaumbeständen, in freien Hecken auf mageren Standorten und in weitläufigen Alpinarien.

Mit etwas Fingerspitzengefühl ist der Sauerdorn auch in naturhafte Steppenanlagen integrierbar.

Kultur

An die Standortbedingungen stellt die Art kaum Ansprüche und ist auf nicht zu basenarmen, vollsonnigen bis halbschattigen Standorten pflegefrei zu kultivieren.

Etablierte Exemplare überstehen auch ausgedehnte sommerliche Trockenphasen klaglos, während Staunässe wenig zuträglich ist.

Sorten:

  • Atropurpurea: wie der Typ, dunkel-weinrote Sommerfärbung, orange-rote bis rote Herbstfärbung

Bilder





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Attribute

Lebensform Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung Zierwert Frucht
Strauch
Normalstrauch
gelb
Juni
grün
dunkel-grün
rötlich
zierende Herbstfärbung
zierend/strukturstark
Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche
giftig
essbar
Heil-/Gewürzpflanze
ausgeprägt
trocken
mäßig trocken
frisch
gut drainiert
sommertrocken
vollsonnig
sonnig
halbschattig
stark kalk-/basenreich
mäßig kalk-/basenreich
(lehmiger/humoser) Sand
durchlässiger Lehm
Lehm
humos
poröser Schotter
starker Wurzeldruck
kalk-/basenreich
Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Alpine Schuttfluren/Blockhalden
arme Böden
mittlere Böden
sehr wintermilde Lage
Normal- bis winterrauhe Lage
frostarme Lage
ausgeprägte Warmlage
hitzeanfällige Lage
gemäßigte Klimate
wintermilde Lage
Warmlagen
Europa
Kontinentaler Verbreitungsschwerpunkt
Tiefland
Mittelgebirge (montan)
alpin
Mitteleuropa
Süd-Osteuropa
Osteuropa/Kaukasus
Hügelland (collin)
Asien
Zentral-Asien
Kleinasien
befriedigend
Sehr gering
strukturbildender Solitär
Kalk
Zwergstrauchheiden und Nadelgebüsche Gebüsche Wälder Einsatzbereich Handelsgängigkeit
Wacholdergebüsche
Wärmeliebende Trocken-Gebüsche
Laubwälder
Trockenhang-Kalk-Buchenwälder
Steppen-Eichenwälder
Felshang Traubeneichenwälder
Subkont. Kiefern-Eichenwälder
Nadelwälder
Kiefernwälder
Kiefer-Steppenwälder
Schneeheide-Kiefernwälder, kalkreich
Bauerngarten
Repräsentative Gärten
Steingarten/Alpinum
Steppenpflanzung
Waldgarten
Klostergarten
Duftgarten
öffentliches Grün
Straßenbegleitgrün
Grünanlagen geringer Pflegestufe
Grünanlagen hoher Pflegestufe
Insektenweide
Hecken
Schnitthecke
Freie Blütenhecke
Hauptsortiment
Belaubung Lebensbereich
sommergrün
Felssteppen
Gehölzrand/Staudenfluren