Anemone ranunculoides

Anemone_ranunculoides_8 Name Gelbes Buschwindröschen
Botanischer Name: Anemone ranunculoides
Familie Ranunculaceae
Pflanzen pro qm 35.00
Wikipedia Anemone ranunculoides
Verbreitungskarte Verbreitungskarte

Beschreibung

Naturstandort

Anemone ranunculoides ist in ganz Mittel- und Osteuropa bis zum Kaukasus in frischen bis feuchten Laubwäldern und Gebüschen verbreitet. In Mitteleuropa fehlt die Art entlang der Atlantikküste.

Das Gelbe Buschwindröschen ist eine Charakterart der Buchenwälder und kommt hauptsächlich auf grundwasserbeeinflussten Eichen-Hainbuchenwäldern und grundfeuchten Mull-Buchenwäldern sowie feuchten Bereichen der Hartholzauen vor.

Bezüglich der Standortansprüche gilt die Art als wählerischer als die nah verwande Anemone nemorosa und bevorzugt sickerfrische bis feuchte, ausgesprochen nahrhafte und basenreiche Substrate in sommer-schattigen Lagen. Allerdings trifft man sie auch unter weniger optimalen Bedingungen an, solange nur im Frühjahr kein Trockenstress auftritt.

Typischer Standort am Gewässerufer:



Beschreibung

Das Gelbe Buschwindröschen ist ein vorsommergrüner Rhizom-Geophyt, der durch Selbstaussaat und v.a. das kriechende, verzweigte Rhizom meist in größeren, breit-horstigen bis flächigen Beständen auftritt. Die Art erreicht Wuchshöhen von 10 bis 15 cm.

Die gelben Blüten erscheinen ab Anfang April bis Anfang Mai und damit etwas später als Anemone nemorosa.

Mit Anemone nemorosa bildet die Art die zwischen den Elternarten vermittelnde, natürliche Hybride Anemone x lipiensis.

Verwendungshinweise

Das Gelbe Buschwindröschen ist eine schöne Option zur Unterpflanzung naturnaher, sommergrüner Baumbestände und Gehölze in parkartigen Anlagen.

Die zarte Art kommt nur in größeren Beständen hinreichend zur Geltung. Hilfreich ist auch die Platzierung in der Nähe von Wegen und Plätzen.

Kultur

Die Art entzieht sich der Konkurrenz durch wuchskräftigere Konkurrenzstauden und sommerlicher Trockenheit und ist dadurch recht pflegeextensiv. In Kultur toleriert sie dabei sogar sommerliche Trockenheit im Verbund mit starker Wurzelkonkurrenz durch Großbäume.

Ungünstig ist dagegen eine Kombination mit wintergrünen Waldgräsern und wuchernden Frühlingsgeophyten wie Allium ursinum.

An zusagenden Standorten verwildert Anemone ranunculoides willig.

Bilder





Anemone_ranunculoides_8


Anemone_ranunculoides


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Naturstandort


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Attribute

Lebensform Stauden/Gräser/Farne Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
Staude
Zwiebel/Knolle
Blütenstauden/-Kräuter
bodendeckend
horstartig
bis 15 cm Höhe
gelb
April
grün
Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche
giftig
unbedeutend
frisch
sommertrocken
feucht
halbschattig
sommerlich schattig
absonnig
stark kalk-/basenreich
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
Lehm
humos
starker Wurzeldruck
keine Bodenverdichtung
kalk-/basenreich
Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Wälder
mittlere Böden
reiche Böden
sehr reiche Böden
sehr wintermilde Lage
Normal- bis winterrauhe Lage
frostarme Lage
ausgeprägte Warmlage
luftfeuchte und/oder kühle Lagen
gemäßigte Klimate
wintermilde Lage
Warmlagen
Europa
Tiefland
Mittelgebirge (montan)
alpin
Nordeuropa
Mitteleuropa
Osteuropa/Kaukasus
Hügelland (collin)
Asien
Zentral-Asien
gut
Gering
aspektbildender Flächenfüller
verträglich
Laubwälder
Buchenwälder
Mull-Buchenwälder
Feuchtwälder
Erlenbruchwälder
Auwälder
Einsatzbereich Handelsgängigkeit Belaubung Lebensbereich
Bauerngarten
Repräsentative Gärten
Waldgarten
öffentliches Grün
Grünanlagen geringer Pflegestufe
Grünanlagen hoher Pflegestufe
Nebensortiment
vorsommergrün
Gehölz/Wald