Allium ursinum

190-1 Name Bärenlauch
Botanischer Name: Allium ursinum
Familie Amaryllidaceae
Pflanzen pro qm 50.00
Wikipedia Allium ursinum
Verbreitungskarte Verbreitungskarte

Beschreibung

Naturstandort

Allium ursinum ist mitteleuropäisch bis west-asiatisch verbreitet. In Mitteleuropa besiedelt der Bärlauch v.a. die Mittelgebirgsstufe und das vorgelagerte Hügelland.

In Deutschland ist er in der norddeutschen Tiefebene nur sehr vereinzelt anzutreffen, in der ostdeutschen Tiefebene gibt es keine natürlichen Vorkommen.

Allium ursinum besiedelt ausgesprochen nahrhafte, basenreichere und dauerhaft frische bis feuchte Laubwälder.

Er ist eine Charakterart der Buchenwälder und kommt stetig in grundwasserbeeinflussten Eichen-Hainbuchenwäldern sowie Auwäldern vor.

Beschreibung

Der Bärlauch ist ein vorsommergrüner, horstiger Zwiebelgeophyt von etwa 30 cm Höhe, der durch Tochterzwiebeln und starke Selbstaussaat zur Bildung von Dominanzbeständen neigt.

Das frischgrüne Laub zieht nach der Blüte ab Ende April bis Ende Mai rasch ein und wird unansehnlich. Die weißen Blüten stehen in rundlichen, etwa 4 cm breiten Blütenständen.

Die Blätter werden als aromatische Salatbeilage verwendet.

Verwendungshinweise

Allium ursinum ist eine ergänzend verwendbare Art für großzügige, parkartige Anlagen unter altem Baumbstand auf sehr frischen bis feuchten, nahrhaften Böden.

Eine Kombination mit sommergrünen Waldgräsern und Waldstauden ist erforderlich, um die Leerstelle ab Ende Mai zu füllen.

Kultur

Der Bärenlauch ist auf nahrhaften, frischen bis feuchten und verschatteten Standorten konkurrenzstark und gegenüber zarteren Frühlingsgeophyten unduldsam. Er bildet rasch dichte Herden oder gar Massenbestände, denen nur kräftige Wald-Farne, -Gräser und -Stauden widerstehen.

Bilder





190-1


191-1


189-4


10059-1


187-2

Attribute

Lebensform Stauden/Gräser/Farne Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
Staude
Zwiebel/Knolle
Blütenstauden/-Kräuter
horstartig
15-30 cm Höhe
grünlich-weiß
weiß
April
grün
hellgrün
Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche
ungiftig
essbar
Heil-/Gewürzpflanze
ausgeprägt
frisch
nicht austrocknend
feucht
halbschattig
sommerlich schattig
ganzjährig schattig
absonnig
stark kalk-/basenreich
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
kalkarm, leicht sauer
durchlässiger Lehm
Lehm
Ton
humos
kalk-/basenreich
Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Wälder
mittlere Böden
reiche Böden
sehr reiche Böden
sehr wintermilde Lage
Normal- bis winterrauhe Lage
luftfeuchte und/oder kühle Lagen
gemäßigte Klimate
wintermilde Lage
Warmlagen
Europa
Kontinentaler Verbreitungsschwerpunkt
Tiefland
Mittelgebirge (montan)
alpin
Nordeuropa
Mitteleuropa
Südeuropa
Süd-Osteuropa
Hügelland (collin)
Asien
Zentral-Asien
befriedigend
Gering
aspektbildender Flächenfüller
Laubwälder
Buchenwälder
Mull-Buchenwälder
Feuchtwälder
Erlenbruchwälder
Auwälder
Einsatzbereich Handelsgängigkeit Belaubung Lebensbereich
Bauerngarten
Repräsentative Gärten
Waldgarten
Klostergarten
öffentliches Grün
Grünanlagen geringer Pflegestufe
Grünanlagen hoher Pflegestufe
Hauptsortiment
vorsommergrün
Gehölz/Wald