Ajuga genevensis

Ajuga_genevensis_genfer_g%c3%bcnsel_%2822%29 Name Genfer Günsel, Heide-Günsel
Botanischer Name: Ajuga genevensis
Familie Lamiaceae
Pflanzen pro qm 15.00
Wikipedia Ajuga genevensis
Verbreitungskarte Verbreitungskarte

Beschreibung

Naturstandort

Ajuga genevensis ist in ganz Europa verbreitet, hat seinen Schwerpunkt aber im östlichen Mitteleuropa und Osteuropa. Nach Osten reicht das Verbreitungsgebiet bis zum Kaukasus und Kleinasien. In Deutschland fehlt er nur in der Westdeutschen Tiefebene.

Er ist eine Charakterart der Schwingel-Trespenrasen, kommt aber auch stetig in basenreichen Halbtrockenrasen und Blut-Storchschnabel-Säumen vor.

Der Genfer Günsel besiedelt sonnig-trockene, basenreiche und ausgesprochen stickstoffarme Habitate.

Ökologische Zeigerwerte nach ELLENBERG (1992)
Licht (8)  Temperatur (-)  Kontinentalität (-)  Feuchte (3)  Reaktion (7)  Stickstoff (2)

Naturhafte Nachbildung eines Kalk-Magerrasens:



Beschreibung

Ajuga genevensis ist eine horstige Staude von 15 bis gut 20 cm Wuchshöhe. Anders als der ähnliche Kriechende Günsel (Ajuga reptans) werden keine Ausläufer entwickelt. Durch basale Verzweigungen entstehen langsam sehr kleine Horste.

Die mittel-blauen bis tief-blauen Blütenstände erscheinen von Mitte April bis Anfang Juni.

Verwendungshinweise

Der Heide-Günsel ist eine unaufdringliche, dennoch sehr aparte Option für naturhafte Trockenrasen, Alpinarien, Trockenmauern und entlang von Wegen in detailreichen Anlagen.

Soll sie nicht nur dem geschulten Betrachter auffallen, muss sie in großer Individuenzahl verwendet werden. Schöne Kombinationen ergeben sich mit dem Acker-Hornkraut (Cerastium arvense), der Echten Primel (Primula veris) oder der Zypressen-Wolfsmiilch (Euphorbia cyparissias).

Für eine glaubhafte Matrix sorgen niedrigen Steppengräser wie die Schillergräser (Koeleria spec.) oder  der Schaf-Schwingel (Festuca ovina). Letzterer ist wegen der leidenschaftlichen Selbstversamung und der unter Kulturbedingungen oft sehr ausladenden Horste aber nur sehr vorsichtig zu verwenden.

Kultur

Auf mageren, sommertrockenen, sonnigen Standorten ist die Art mit vertretbarem Aufwand zu kultivieren. In manchen Jahren kommt es bei ausreichend offenen Bodenstellen auch zu üppiger Selbstversamung. Lästig wird der zarte Geselle dabei selbstverständlich nie.

Unter weniger stressbetonten Kulturbedingungen wird der Genfer Günsel früher oder später verdrängt oder benötigt sehr intensive Hilfe der Gärtnerhand.

Bilder





Ajuga_genevensis_genfer_g%c3%bcnsel_%2822%29


Ajuga_genevensis_genfer_g%c3%bcnsel_4


Ajuga_genevensis_bg_gut_komb
Naturstandort


137-1


11135_ajuga_genevensis
Naturstandort


11490_ajuga_genevensis
Naturstandort


Ajuga_genevensis_%283%29


10882_ajuga_genevensis
Naturstandort

Attribute

Lebensform Stauden/Gräser/Farne Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
Staude
Blütenstauden/-Kräuter
15-30 cm Höhe
blau
Mai
grün
Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche
ungiftig
unbedeutend
trocken
mäßig trocken
gut drainiert
sommertrocken
vollsonnig
sonnig
stark kalk-/basenreich
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
kalkarm, leicht sauer
(lehmiger/humoser) Sand
durchlässiger Lehm
humos
poröser Schotter
starker Wurzeldruck
keine Bodenverdichtung
kalk-/basenreich
Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Trockenrasen
sehr arme Böden
arme Böden
sehr wintermilde Lage
Normal- bis winterrauhe Lage
ausgeprägte Warmlage
hitzeanfällige Lage
gemäßigte Klimate
wintermilde Lage
Warmlagen
Europa
Tiefland
Mittelgebirge (montan)
alpin
Nordeuropa
Mitteleuropa
Süd-Osteuropa
Osteuropa/Kaukasus
Hügelland (collin)
Asien
Zentral-Asien
Kleinasien
gut
Hoch
aspektbildender Flächenfüller
verträglich
konkurrenzschwach
Steppenrasen
Submediterrane Halbtrockenrasen
Staudenfluren Zwergstrauchheiden und Nadelgebüsche Gebüsche Wälder Einsatzbereich
Staudenfluren trockenwarmer Standorte
Trockene Sandheiden
Wacholdergebüsche
Wärmeliebende Trocken-Gebüsche
Eichenwälder
Steppen-Eichenwälder
Nadelwälder
Schneeheide-Kiefernwälder, kalkreich
Steingarten/Alpinum
Steppenpflanzung
Gründächer
Substratstärke über 15 cm
Insektenweide
Wiese
Handelsgängigkeit Belaubung Lebensbereich
Nebensortiment
sommergrün
Steppen
Gehölzrand/Staudenfluren